Gytkjaer, Ba, Lumor, Amilton Winter-Transfers im AZ-Check: Soforthilfe-Vierer?

Von links: Abwehrchef Abdoulaye Ba, Wirbelwind Amilton, Stürmer-Hoffnung Gytkjaer und der noch unauffällige Lumor. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Pereira lässt bei der 1860-Pleite gegen Bielefeld ein neues Quartett spielen. Die AZ checkt die Winter-Transfers.

 

Vier Neuzugänge auf einen Schlag: Die Startelfdebüts von Christian Gytkjaer, Abdoulaye Ba, Lumor und Amilton bei der Niederlage gegen Arminia Bielefeld (1:2) waren ein mutiger Schachzug von Trainer Vitor Pereira. Einer, der aber nicht aufging. "Wir hätten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt", urteilte Pereira, dem klar gewesen sei, "dass wir nicht alle Spiele gewinnen".

Investor Hasan Ismaik gab sich per Facebook-Botschaft frustriert, allerdings "allein aufgrund des Ergebnisses". Positiv bewerte er: "All unsere Neuzugänge haben bei ihren Debüts gezeigt, dass sie uns sofort helfen können." Ersatzkapitän Daniel Adlung gab sich dagegen kritisch: "Sie sind erst seit Kurzem im Training. Kein Wunder, dass noch nicht alles passt. Wir brauchen noch mehr Automatismen.

Die AZ macht den Neulöwen-Check

Christian Gytkjaer: Wusste hauptsächlich einmal zu gefallen: Saisontreffer Nummer eins nach 13 Minuten, als Amilton durchstartete und Romuald Lacazette per Fußspitze zum Dänen-Bomber weiterleitete. Adlung lobte nicht nur den Treffer, sondern auch Gytkjaers Qualität: "Das Tor macht er überragend. Es ist nicht so einfach, den Ball so zu nehmen. Den Torriecher hat er, das hat er mit seinen 19 Toren bei Trondheim nachgewiesen. Dafür haben wir ihn geholt."

Abdoulaye Ba: Der senegalesische Abwehr-Riese (1,97 Meter) gab sein Debüt auf der zentralen Position der Dreierkette. Frühes Missverständnis mit Torhüter Stefan Ortega, allerdings auch einige starke Rettungstaten. "Er hat gleich hinten als Abwehrchef agiert und das ganz gut gemacht", so Adlung. Ba stand allerdings bei beiden Gegentreffern jeweils drei, vier Schritte von Doppeltorschütze Fabian Klos entfernt und verursachte zudem den Freistoß vor dem 1:2. Nichts davon zählt in die Kategorie schwerer Patzer – und doch wäre der eine oder andere Fauxpas zu verhindern gewesen. Adlung: "Die Abstimmung müssen wir noch verfeinern." Keine unterirdische Leistung, aber hinsichtlich Souveränität und Stabilität noch Luft nach oben.

Lumor: Mister Unscheinbar des Quartetts. Agierte auf dem linken Flügel, Urlöwe Maximilian Wittek musste ins rechte Mittelfeld ausweichen. Bekam die Seite nicht komplett dicht. Lumor beging zwar keine folgenschweren Fehler, hatte aber einige zu leichte Ballverluste zu verzeichnen und konnte das Offensivspiel nicht ankurbeln.

Amilton: Das Gegenstück zum Ghanaer: Der brasilianische Wirbelwind war auffälligster Neulöwe. Eine Augenweide, wie er über den halben Platz marschierte, drei Bielefelder aussteigen ließ und die Kugel vor dem 1:1 querlegte. Adlung: "Er ist pfeilschnell, das hat man auch bei seinem super Dribbling vor dem Ausgleich gesehen. Amilton konnte zudem viele Eins-gegen-Eins-Situationen auflösen." Versuchte viel, nach dem Seitenwechsel fiel er allerdings ab. Dennoch: mit großem Potenzial.

 

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