Guronsan in Kabine gefunden Franzosen aufgeputscht zum Sieg gegen Deutschland?

Deutschland am Boden, Frankreich obenauf: Szene aus dem EM-Halbfinale. Foto: Augenklick/firo

Schlimme Vorwürfe in Richung französische Nationalmannschaft: Reporter der Sport Bild haben nach dem EM-Halbfinale gegen Deutschland Aufputschmittel in der französischen Kabine gefunden.

 

Hamburg - Letzte Woche warf Frankreich die deutsche Nationalmannschaft aus der EM, gewann im Halbfinale mit 2:0. Beim Finale wenige Tage später stellten ARD-Moderator Matthias Opdenhövel und Experte Mehmet Scholl eine gewisse Aufgedrehtheit der französischen Spieler fest. Denkt man an das Foul von Dimitri Payet, das Portugals Cristiano Ronaldo außer Gefecht setzte, kann man dieser Beobachtung durchaus zustimmen.

Jetzt die angebliche Bestätigung: Reporter der Sport Bild hatten nach dem Halbfinale Zutritt zu beiden Kabinen, doch während sich in der deutschen lediglich übrig gebliebene Nudeln und Obst fanden, entdeckten die Reporter in der französischen ein Röhrchen mit dem Aufputschmittel Guronsan, einer koffeinhaltigen Substanz.

Guronsan steht zwar nicht auf der Dopingliste der Weltantidoping-Agentur (WADA), Deutschlands bekanntester Dopingexperte Prof. Fritz Sörgel zählt es aber zu den leistungssteigernden Mitteln, deren Einnahme kurz vor oder während eines Spiels verboten werden müsste. Jede Bestrebung, Vorteile gegenüber seinem Gegner anders als durch Leistung seines Körpers zu erlangen, ist laut der WADA Doping: "Guronsan ist daher für mich Doping", so Sörgel.

Es sei nachgewiesen, dass Koffein im Sport zu Leistungssteigerungen führen könne, so Sörgel weiter. Aufgrund der schnell einsetzenden Wirkung betrachtet auch eine französische Organisation, die sich dem Schutz der Jugend widmet, Guronsan als Dopingmittel.

Der französische Verband reagierte bisher nicht auf die Vorwürfe.

 

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