Guido Maria Kretschmer im Interview Frauen müssen nicht schlank, aber gepflegt sein

Guido Maria Kretschmer (M.) mit den 20 auserwählten Kandidatinnen Foto: RTL/ Ralf Jürgens

Guido Maria Kretschmer sucht nicht mehr nur die "Shopping Queen". Seine neueste Aufgabe ist es, "Deutschlands schönste Frau" zu finden. Ob er lieber eine Frau geworden wäre und warum er Feuerwehrmännern gerne Schnittchen schmieren würde, verrät der Designer im Interview.

 

München - Guido Maria Kretschmer ist dezeit der Liebling vieler weiblicher Fernsehzuschauer. Seit einigen Jahren ist er nicht nur als Designer erfolgreich, sondern auch mit seiner eigenen Show "Shopping Queen" auf Vox. Ab Mittwoch sucht der 53-Jährige nicht mehr nur die Einkaufskönigin, sondern die schönste Frau Deutschlands. Dabei wird er weniger auf eine schlanke Figur oder dichtes Haar achten, sondern auf die innere Schönheit.

Wonach er bei den 20 Kandidatinnen genau sucht, ob er lieber eine Frau geworden wäre oder warum er Feuerwehrmännern gerne Schnittchen schmieren würde, verrät der Designer im Interview.

Was erwartet die Zuschauer bei „Deutschlands schönste Frau“?

Guido M. Kretschmer: „Ich glaube, dass die Zuschauer etwas ganz Neues erwarten können und auch sollen. Denn es ist eine Sendung, die zeigt, wie aufregend es sein kann, eine ganz normale Frau zu sein. Es geht nicht nur darum, Schönheit im klassischen Sinne zu finden. Bei uns sind 20 ganz unterschiedliche Frauen dabei, darunter auch welche, die nicht auf den ersten Blick wunderschön sind, sondern erst dann, wenn man sie kennenlernt. Und das ist genau das, was ich wollte: Frauen eine Plattform geben, die zeigt, wie unterschiedlich Schönheit sein kann. Und dass Schönheit eine Kombination vieler Dinge ist, also auch von Eigenschaften. Außerdem zeigt „Deutschlands schönste Frau“, wie Frauen interagieren - das ist das, was ich so toll an dieser Sendung finde. Und dann kann man zum Schluss nur noch einer Frau sagen: Deutschland hat entschieden - Du bist Deutschlands schönste Frau. Vielleicht ist das gar nicht die Hübscheste von unseren Kandidatinnen, aber sie wird vermutlich die Frau sein, die uns alle am meisten begeistert hat und als Mensch präsent geblieben ist. Das ist die Herausforderung und auch das große Glück.“

Was für Frauen suchen Sie bei „Deutschlands schönste Frau“?

Guido M. Kretschmer: „Wir suchen Frauen unterschiedlichen Couleurs, Frauen, die unser Land ausmachen: Starke Frauen, junge Frauen, ältere Frauen, schmale Frauen, breitere Frauen. Frauen, die viel erlebt haben und die noch viel erleben möchten. Ich glaube, das ist das, was eine Gesellschaft ausmacht und das sind die Frauen, die bei uns gefragt sind.“

Was reizt Sie an diesem Format?

Guido M. Kretschmer: „Ich finde, Frauen sind einfach wunderbar. Sie sind so vielschichtig und erzählen eben auch alle Geschichten. Frauen sind unsere Mütter, und ohne Mütter geht‘s ja nicht. Sie sind unsere Schwestern, unsere Freundinnen, unsere Kolleginnen und ich glaube, dass Frauen auch die Säulen in unserem Land sind. Deshalb ist es wichtig, ihnen auch mal Raum zu geben und herauszufinden: Wer ist eigentlich Deutschlands schönste Frau?“

Was finden Sie persönlich bei einer Frau schön?

Guido M. Kretschmer: „Für mich ist eine Frau schön, wenn das Äußere und das Innere gut zusammengehen. Das heißt, dass es eine Frau ist, die klar ist, gescheit, warmherzig und gepflegt. Die einen Auftrag hat, eine gute Mutter ist, eine gute Freundin, eine gute Beraterin. Ich mag es, wenn Frauen schön gehen. Ich mag, wie sie lächeln - und wenn Frauen die Haare werfen, das ist das Größte.“

Ist dieser Job, inmitten von 20 Frauen, der denkbar Schönste für Sie?

Guido M. Kretschmer: „Für mich ist das der Himmel auf Erden! Ich dachte schon am ersten Tag, als ich die 20 tollen Frauen alle kennenlernte, oh Gott, was habe ich für ein großes Glück! Ich fühle mich sicher und wohl mit Frauen, und es ist selten eine dabei, die mich so irritiert, dass ich sagen würde, jetzt habe ich aber Angst. Ich habe Frauen sehr gern und bin auch eine(r) von ihnen, das ist vielleicht auch das Geheimnis …“ (lacht)

Welche Botschaft möchten Sie den Frauen mit auf den Weg geben?

Guido M. Kretschmer: „Frauen sollten mutig sein. Sie sollten zusammenhalten, weil sie Unterstützung und Solidarität untereinander brauchen. Frauen haben es manchmal immer noch schwerer als Männer und müssen öfter und doppelt beweisen, dass sie gut sind. Und sie müssen manchmal auch niedlich sein. Und das, glaube ich, sind alles Dinge, die man in der Sendung zeigen kann. So vielfältig unser Land ist, so vielfältig sind die Frauen und so vielfältig ist eben auch Schönheit. Und Schönheit ist nicht begrenzt auf jung und nur schlank und nur besonders schöne lange Haare, sondern Schönheit ist eben doch eine Kombination von ganz, ganz vielen Merkmalen.“

Warum sind Frauen so besonders für Sie?

Guido M. Kretschmer: „Ich liebe Frauen sehr, zum einen, weil ich Frauen alles zu verdanken habe. Ich meine, jeder von uns hat eine Mutter. Ich glaube, dass die Mutterliebe mich und viele andere Leute geprägt hat. Und ich habe Frauen viel zu verdanken, weil ich viel von ihnen lerne. Ich bin gerne mit ihnen zusammen, ich höre ihnen gerne zu, ich mag die Gefühlswelten von Frauen sehr gerne. Ich kann mich mit Frauen sehr gut amüsieren, mit Männern natürlich genauso. Aber es gibt eben etwas, das ist so ein frauen-eigenes Ding. Wenn Frauen zusammen sind, wenn sie sich gut verstehen, entsteht eine unglaubliche Dynamik und das ist eine Energie, die ich sehr, sehr gerne habe und auch sehr gerne teile.“

Ihr Bezug zu Frauen ist unverkennbar. Wären Sie manchmal selbst gerne eine Frau?

Guido M. Kretschmer: „Nein, ich bin sehr froh, ein Mann zu sein. Aber ich mag diese Welt der Frauen, die ist mir durch meinen Beruf ganz, ganz nah. Und ich hätte auch nicht die Figur für ein Kleid, ich könnte nur Hosenanzüge tragen (lacht). Aber ich wäre sicher eine sehr sympathische Frau.

Was wollten Sie als kleiner Junge werden?

Guido M. Kretschmer: „Designer. Ich wollte nie etwas anderes werden. Ich wollte auch nie Feuerwehrmann werden, denn ich wollte nie dorthin, wo es brennt. Ich würde dann wohl am Rand stehen und sagen, hoffentlich überleben alle und würde den Feuerwehrmännern später Schnittchen schmieren. Das wäre eher meins. Ich würde nicht ins Feuer springen, aber ich bin froh, dass manche das machen.“

 

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