Gruppe „Brigade Ost“ GSG-9-Einsatz: Verdächtiger Neo-Nazi-Terrorist gefasst

Ein weiterer mutmaßlicher Neonazi-Terrorist istam Donnerstag in Brandenburg festgenommen worden. Er wirdbeschuldigt, in zwei Fällen die terroristische Vereinigung„Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) unterstützt zu haben,teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Foto: AP

Beamte der GSG 9 haben einen weitereren mutmaßlicher Neonazi-Terroristen am Donnerstag in Brandenburg festgenommen. Er soll die NSU unterstützt haben.

 

Karlsruhe - Weitere Festnahme im Fall der rechtsterroristischen Gruppierung „nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU): Beamte der GSG 9 haben am Morgen den 32-jährigen Andre E. im Landkreis Potsdam-Mittelmark (Brandenburg) festnehmen lassen, wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, in zwei Fällen die terroristische Vereinigung unterstützt zu haben, hieß es weiter. Zudem bestehe gegen ihn der dringende Verdacht der Volksverhetzung und der Beihilfe zur Billigung von Straftaten.

Andre E. wird der rechtsextremen Szene in Sachsen um die Gruppe „Brigade Ost“ zugeordnet. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll der Festgenommene seit 2003 in engem Kontakt mit den Mitgliedern des NSU gestanden haben. Er wird verdächtigt, im Jahr 2007 den Propagandafilm hergestellt zu haben, mit dem sich die terroristische Vereinigung zu den Morden an neun ausländischen Kleinunternehmern und dem Mordanschlag auf die beiden Heilbronner Polizisten bekannt hat. Der Film enthält zudem Sequenzen aus der öffentlichen Berichterstattung über die beiden Sprengstoffanschläge in Köln, die auf eine Urheberschaft des NSU schließen lassen.

Im Mai 2009 soll der Beschuldigte den beiden NSU-Mitgliedern Uwe B. und Beate Z. außerdem ermöglicht haben, auf ihn und seine Ehefrau ausgestellte Ermäßigungskarten der Bahn zu nutzen.

Seit dem Morgen durchsuchen Beamte des Bundeskriminalamts nach Angaben der Behörde vier Wohnungen in Dresden, Jena und Zwickau, darunter auch die des Beschuldigten Andre E. in Zwickau. Unterstützt werden sie von Polizeikräften.

 

3 Kommentare