Großstreik am Königsplatz "Fridays for Future" in München: OB Reiter unterstützt Mitarbeiter-Teilnahme

Am Freitag streiken zum ersten Mal nicht nur Schülerinnen und Schüler für das Klima - auch Erwachsene sind dazu aufgerufen. Foto: Georg Wendt/dpa

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter unterstützt den Wunsch städtischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich für Klimaschutzziele einzusetzen und an der Großdemo am Königsplatz teilzunehmen. Die "Fridays for Future"-Bewegung ruft dieses Mal auch Arbeitnehmer und Unternehmen zum Streik am 20. September auf.

 

München - Seit Monaten streiken Schülerinnen und Schüler für das Klima. Die "Fridays for Future"-Bewegung ruft für diesen Freitag, 20. September, zum dritten Mal zum globalen Klimastreik auf. Unter dem Motto "Alle fürs Klima" fordern sie alle Generationen auf, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Auch Arbeitnehmer und Unternehmen sollen mitstreiken. 

Mehr als 10.000 Teilnehmer bei Klima-Demo am Königsplatz 

Um 12 Uhr soll es in mehr als 300 deutschen Städten eine Großkundgebung geben. In München wird es einen Großstreik am Königsplatz geben, mehr als 10.000 Teilnehmer werden erwartet. 

Oberbürgermeister ermöglicht Mitarbeitern Teilnahme an Großkundgebung

"Wegen der besonderen gesellschaftlichen Bedeutung" ermöglicht Oberbürgermeister Dieter Reiter seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nun eine Teilnahme an der Großkundgebung am Königsplatz. Zuvor hat die Fraktion Die Grünen - rosa liste einen offenen Brief an Reiter geschickt. Dafür schlugen sie auch vor, die Kernzeit zur flexiblen Arbeitszeit um eine Stunde zu verkürzen.

Reiter unterstützt das wachsende Umweltbewusstsein

In seinem Antwortschreiben am Donnerstag, 19. September, unterstütze Reiter ausdrücklich das wachsende Umweltbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und das Bedürfnis, für Klimaschutzziele aktiv einzutreten. Eine allgemeine Verkürzung der Kernzeit um eine Stunde sei laut Reiter nicht erforderlich.

Die Regelungen zur flexiblen Arbeitszeit geben laut Reiter bereits jetzt die Möglichkeit, auch innerhalb der Kernzeit den Dienst zu beenden oder zu unterbrechen - allerdings nur mit Zustimmung der Führungskraft. Diese werde nur dann verweigert, wenn "dienstliche Gründe dies rechtfertigen", erklärt der OB in seinem Schreiben.

Teilnahme ist private Angelegenheit und auf freiwilliger Basis

Die Teilnahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei eine private Angelegenheit, die auf freiwilliger Basis und in der Freizeit erfolgen könne - gegebenenfalls durch Einbringung von Zeitguthaben oder durch Nacharbeit für ausgefallene Arbeitszeit.

Durch die Abstimmung mit der Führungskraft solle sichergestellt werden, dass durch die Teilnahme "keine wesentlichen Beeinträchtigungen des städtischen Dienstbetriebs verbunden sind". Im Gegensatz zu einer allgemeinen Verkürzung der Kernzeit greife diese Regelung nur für die Beschäftigten, die an der Kundgebung tatsächlich teilnehmen wollen. 

Münchens OB Reiter: "Gutes Vorgehen gefunden"

"Ich werde die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heute noch über diese Möglichkeit informieren und denke, dass wir hier ein gutes Vorgehen gefunden haben, das allen Interessen gleichermaßen gerecht wird“, versichert Reiter. 

Lesen Sie hier: "Fridays for Future" in München: Großstreik am Königsplatz

 

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