Großmarkt Hallenneubau sorgt für ganz neues Bauchgefühl

Ananas und Co. sollen umziehen: Der Großmarkt wird eine neue Halle bekommen. Foto: Gregor Feindt

Ebenerdig und sehr, sehr lang: Stadt und Händler des Großmarktes haben sich auf einen Standort für den geplanten Neubau der Halle geeinigt. Am Donnerstag hat aber der Stadtrat das letzte Wort

 

Sendling - Es ist ein gewaltiger Bau der da entstehen soll. 544 Meter lang, 56 bis 83 Meter tief: die neue Großmarkthalle. Nach langem Hin und Her haben sich Händler und Stadt jetzt auf einen Standort entlang der historischen Thalkirchner Straße (hinter dem Kontorhaus 2) geeinigt. Am Donnerstag soll der Stadtrat seinen Segen geben.

Was besser wird: Vor allem durch die Ebenerdigkeit werden sich die Wege für die Händler vom Lager zur Verkaufsfläche verkürzen. Und was jetzt teilweise noch vor der Halle unter freiem Himmel verteilt wird, kommt alles unters Dach. Dadurch verbessern sich Sicherheits-, Lärm- und Hygienesituation. Mit 134 Andockstellen wird auch die Anlieferung vereinfacht. Die Kunden können zudem in der Tiefgarage unter der Halle parken. Die Wege werden also für alle kürzer.

Die Kosten: Sie sollen sich zwischen 108 und 117 Millionen Euro bewegen. Das ist ein vorsichtig geschätzter Rahmen, betont der 2. Werkleiter Boris Schwartz. Doch durch den Neubau werden auch Grundstücke für 50 bis 70 Millionen Euro frei, die zur Refinanzierung des Projektes verkauft werden könnten.

Das sagen die Händler: Die Großmarkt-Händler hatten anfangs den Lkw-Parkplatz als neuen Standort favorisiert. Doch sie ließen sich überzeugen. "Der jetzt angestrebte Platz hat weitaus mehr Vorteile", sagt Günther Warchola, Präsident des Bayerischen Fruchthandelsverbandes. Der Neubau an der alten Thalkirchner Straße wird die Situation der Großhändler, ihrer Zulieferer und der Kunden deutlich verbessern, glaubt er.

Doch die Händler haben auch Sorgen. Vor allem die "unsichere Mietsituation", macht Wachorla Kopfschmerzen. Er fürchtet, dass der Kämmerer die Gelegenheit nutzen könnte, um die Mieten zu erhöhen. Im Augenblick werden 12,50 Euro für den Quadratmeter Verkaufsfläche verlangt.

Warchola: "Man muss auch sehen, dass das Viertel durch den Neubau gewaltig aufgewertet wird." Seine Hoffnung: "Ich wäre glücklich, wenn wir in sechs Jahren einziehen könnten." 

 

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