Glückwünsche statt Sticheleien Nach Hasan Ismaiks Rassismus-Vorwürfen: So reagiert das Präsidium

Kontert Ismaik: 1860-Vizepräsident Hans Sitzberger. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach Hasan Ismaiks Rassismus-Vorwürfen in der AZ reagiert das Präsidium gelassen.

 

Diese Anschuldigungen haben gesessen. "Es ist für mich kein Vorwurf, sondern eine Tatsache: Mehrere Präsidenten, Funktionäre und Vereinsmitglieder sind mit mir rassistisch umgegangen", erklärte Löwen-Investor Hasan Ismaik im Exklusivinterview mit der AZ und meint damit hauptsächlich das verächtliche "Scheichlied" und die Tatsache, dass sich Sechzigs Bosse davon nicht distanziert hätten.

Reisinger bleibt cool und gratuliert Ismaik zum Geburtstag

Jetzt äußert sich dazu auch das Präsidium. Oberlöwe Robert Reisinger bleibt trotz der schweren Unterstellung cool. "Schön, dass sich Herr Ismaik bester Gesundheit erfreut, ich wünsche ihm zum Geburtstag alles Gute", erklärte Reisinger auf AZ-Nachfrage. Auch eine Art, mit Rassismus-Bezichtigungen umzugehen.

Kurios: Neben Trainer Daniel Bierofka und der Mannschaft, die Ismaik ein Ständchen gesungen hatte, gratulierte das Präsidium dem Jordanier per Mail ebenfalls zu dessen 42. Geburtstag – und zwar am selben Tag, an dem Ismaik die Rassismus-Keule geschwungen und die Löwen-Bosse zum Rücktritt aufgefordert hatte.

"Diese Vorwürfe sind für mich nicht haltbar"

Hans Sitzberger war es, der Ismaiks Attacke von sich wies. "Diese Vorwürfe sind für mich nicht haltbar. Unter Rassismus stelle ich mir etwas anderes vor. Wenn uns jemand so etwas vorwirft, muss er schon mit anderen Argumenten kommen", erklärte der Vizepräsident der AZ. Die Meinung des Präsidiums: Man steht dem Hauptgesellschafter aufgrund dessen Unberechenbarkeit kritisch gegenüber, von rassistischem Gedankengut sei man aber weit entfernt.

Bleiben die Rücktrittsforderungen: Ismaiks Ansage, Präsidium, Verwaltungsrat und Geschäftsführer Michael Scharold sollten geschlossen zurücktreten, ist für Sitzberger "nichts Neues". Folge leisten werde man nicht. Geschäftsführer Scharold, laut Ismaik als Boss der KGaA ungeeignet, gab auf AZ-Nachfrage keine Stellungnahme ab.

 

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