Globale Strahlkraft UEFA: FC Bayern in Sachen Finanzen "uneinholbar"

Die UEFA bescheinigt dem FC Bayern eine "globale Strahlkraft". Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Nach Informationen der UEFA ist der FC Bayern der erfolgreichste deutsche Klub auf der Liste der einnahmenstärksten Vereine. Aufgrund seiner globalen Tragweite wird der FCB finanziell als "uneinholbar" eingestuft.

 

Nyon - Auf der Liste der 30 einnahmenstärksten Vereine - Orientierung bietet hier das Jahr 2015 - stehen sechs Klubs aus der Bundesliga. Der FC Bayern belegt Platz fünf, gefolgt von Borussia Dortmund (11.) und dem FC Schalke 04 (13.).

Die deutschen Vereine wirtschaften zudem im Vergleich der fünf Top-Ligen mit Abstand am ausgeglichensten: Das Verhältnis zwischen Gehältern und Einnahmen betrug 52 Prozent (England: 61 Prozent, Italien: 69 Prozent). Das teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) am Donnerstag mit.

Im Vergleich der Einnahmen bleibt die englische Premier League das Maß der Dinge: Die 20 Vereine von der Insel wiesen erneut gemeinsam mehr Einnahmen aus als sämtliche 597 Erstligaklubs der 48 kleinsten UEFA-Mitgliedsverbände zusammen.

Aber: Einem Report der UEFA zufolge ist der FC Bayern auch einer von neun Klubs, die aufgrund ihrer globalen Tragweite finanziell als "uneinholbar" gelten. Der Klub ist ein Verein mit globaler Strahlkraft, eine globale und wirtschaftlich gesunde Marke.

Das geht aus dem offiziellen "Benchmarking Report" hervor, den der europäische Dachverband veröffentlichte.

Demnach bilden die Münchner neben den Premier-League-Klubs Manchester United, Manchester City, FC Arsenal, FC Chelsea und FC Liverpool, den spanischen Großmächten Real Madrid und FC Barcelona sowie dem französischen Serienmeister Paris Saint-Germain die wirtschaftliche Elite des europäischen Fußballs.

Diese "Super-Klubs", wie die UEFA sie bezeichnet, erzielen seit sechs Jahren allein durch Sponsoren-Einnahmen mehr als 100 Millionen Euro pro Saison. Die durchschnittlichen Sponsoren-Einnahmen der 700 anderen europäischen Profiklubs liegen dagegen bei rund einer Million Euro.

4,4 Milliarden Euro in den Premier-League-Kassen

Rund 4,4 Milliarden Euro flossen 2015 in die Premier-League-Kassen, die Bundesliga-Klubs kamen auf rund 2,4 Milliarden Euro.

Überhaupt scheffeln die europäischen Fußballvereine ununterbrochen mehr Geld. Im Finanzjahr 2015 beliefen sich die Einnahmen auf rund 17 Milliarden Euro.

Im Vergleich zu 1996 haben sich die Einnahmen inzwischen versechsfacht. Dank des Financial Fair Play (FFP), das seit der Saison 2013/14 vollständig greift, habe "sich die Finanzlage des Fußballs stark verbessert".

Die aggregierten Betriebsgewinne seien in den letzten beiden Jahren auf 1,5 Milliarden Euro gestiegen. In den zwei Jahren vor der Einführung des FFP mit der sogenannten Break-even-Vorschrift, laut der nicht (viel) mehr ausgegeben werden darf als eingenommen wird, verzeichneten die Klubs noch Verluste in Höhe von 700 Millionen Euro.

 

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