Gift, Mord und ein Findelkind München: Diese Verbrechen bewegten die Stadt 2018

 Foto: Gaulke, Polizei München, dpa, imago/imagebroker

Eine Spaziergängerin findet ein unterkühltes Baby im Gebüsch, eine Studentin wird von dem verschmähten Ex-Freund ihrer Schwester erstochen - in München sind 2018 einige bewegende Kriminalfälle passiert. Ein Rückblick.

 

München - Diese Fälle haben die Münchner 2018 bewegt: Der blutige Mord an einer Studentin, eine Mafia-Razzia, eine Frau als Giftmischerin und ein Findelkind. Im AZ-Jahresrückblick finden Sie alle schockierenden, bewegenden und interessanten Fälle mit den entsprechenden Artikel zum Nachlesen. 

Messermord in Neuhausen

Mitte Juni 2018 wurde eine junge Frau in der Jutastraße (Neuhausen) ermordet. Ein 19-jähriger Schüler ging dort mit einem Küchenmesser auf die Familie seiner Ex-Freundin los. Er erstach die Schwester seiner Ex, eine Studentin (25). Die Mutter und deren Sohn (15) überleben verletzt. Der Bub konnte den Angreifer entwaffnen. Lion K. wurde Stunden später in München festgenommen. Der 19-Jährige wird sich im kommenden Jahr wegen Mordes verantworten müssen. Er sitzt in U-Haft.

Der Todespfleger von Ottobrunn

Der Altenpfleger Grzegorz W. (36) steht unter Mordverdacht: W. wurde Anfang 2018 in München festgenommen. Er soll Patienten mit Insulin getötet haben. Die Ermittler gehen von insgesamt sechs Morden aus. Etliche Patienten soll der 36-Jährige auch bestohlen haben. Die Verabreichung von Insulin gesteht er, bestreitet aber eine Tötungsabsicht.

Streit um Drogen: Mord am Grünwalder Stadion

In der Nähe des Grünwalder Stadions wurde ein 43-jähriger Mann im Juni nach einem Streit mit einem Bekannten auf einer Parkbank am Isarufer erstochen. Ein Tatverdächtiger (41) tauchte bei einem Bekannten in Neuhausen unter und wurde dort gefasst, angeblich soll es bei dem Streit um Drogen gegangen sein.

Ehefrau vergiftet ihren Mann

Wegen versuchten Mordes muss sich die 73-jährige Birgit K. nächstes Jahr verantworten. Weil sich ihr Mann (81) scheiden lassen wollte, soll sie im Juni versucht haben, ihn mit Glykol zu vergiften. Erst nachdem er in einer Klinik behandelt und wieder entlassen worden war, nahm eine Bekannte des Paares Kontakt mit der Polizei auf und äußerte ihren schlimmen Verdacht. 

Baby in Neuperlach ausgesetzt

Versuchter Mord wird auch einer Küchenhilfe (27) vorgeworfen. Sie brachte ihr Baby im August in Neuperlach zur Welt und setzte es aus. Baby "Justus" war stark unterkühlt, als es eine Hundebesitzerin beim Gassigehen in der Therese-Giehse-Allee fand. Mindestens eine Stunde lag der Säugling nackt im Gebüsch, seine Körpertemperatur betrug nur noch 26 Grad.

Mafia-Razzia in München

Eine Zweigstelle der italienischen Mafia mitten in München? Im Dezember fand eine internationale Razzia gegen die Mafia-Organisation 'Ndrangheta statt - auch in München wurden zwei Objekte durchsucht: Eine Pizzeria in Riem und ein weiteres Objekt im Osten des Großraums München.

Polizei und Politik feierten die Razzia als Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Insgesamt wurden 90 Personen festgenommen, Bargeld und Autos sichergestellt. In München hatten die Ermittler allerdings offenbar keinen Erfolg: Festgenommen wurde bei der Razzia niemand.

 

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