GfK-Studie veröffentlicht Stadt und Landkreis München haben immer mehr Geld

Die Kaufkraft in Deutschland steigt, in München besonders. Foto: GfK/AZ-Screenshot

Gestern erst präsentierte die Stadt den Schulden-Atlas, heute nun wurde die Kaufkraftstudie 2017 veröffentlicht. Die zeigt, dass München immer reicher wird - mehr als 30.000 Euro netto wird jeder Bürger 2017 im Schnitt ausgeben können.

 

München - Das nennt man wohl Timing. Kaum hat die Stadt ihren Schulden-Atlas veröffentlicht, kommt die Geselleschaft für Konsumforschung (GfK) um die Ecke und präsentiert die Kaufkraftstudie 2017. Und die zeigt, dass München immer reicher wird.

Rund 30.000 Euro netto können die Bürger im nächsten Jahr laut GfK ausgeben, die Gesamtkaufkraft der Stadt liegt bei 43 Millionen Euro. Damit landet München auf Platz vier der Studie. Das GfK ist eines der größten Marktforschungsuntermehmen der Welt, für seine Studie addiert es das verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung mit staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Die Kaufkraftstudie ist vor allem für Unternehmen und Einzelhändler interessant, denn sie zeigt, wer wo wieviel Geld zu Verfügung hat.

Nur zwei Landkreise sind reicher als München

Nicht nur die Stadt München kommt demnach auf gute 30.000 Euro netto Kaufkraft, der Landkreis München hat sogar nochmal 1000 Euro mehr im Geldbeutel. Auch Ebersberg und Fürstenfeldbruck landen in den Top-Ten. Reicher als München sind nur zwei Landkreise: Der Hochtaunuskreis (mit Städten wie Königstein und Kronberg) und Starnberg.

Dort liegt die Kaufkraft pro Person bei knapp 33.000 Euro, die Gesamtkaufkraft bei über 70 Millionen Euro. Starnberg ist seit Jahren auf Platz eins des Index. Insgesamt landen sechs bayerische Städte und Landkreise in den ersten zehn Rängen.

In München können sogar Studenten mehr ausgeben als anderswo

München ist auch in einer anderen Hinsicht besonders: Normalerweise sammeln sich in Städten auch viele weniger kaufkräftige Menschen, wie etwa Studenten. Dies lässt sich auch bei allen größeren Städten in der Studie feststellen - nicht aber in München: Hier sind auch die Studenten kaufkräftiger als im Rest der Republik.

Schlusslicht der Studie ist das sächsische Görlitz, dort werden die Menschen im nächsten Jahr 17.496 Euro ausgeben können. Für Deutschland gesamt prognostiziert das GfK für das kommende Jahr eine Kaufkraftsumme von 1.827,5 Milliarden Euro.

Das ergibt eine durchschnittliche rechnerische pro-Kopf-Kaufkraft von 22.239 Euro, die die Deutschen im Jahr 2017 für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder Sparen zur Verfügung haben. Oder halt ein bisschen mehr, wenn man in München wohnt.

 

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