Gewitter, Sturm, Überschwemmungen Unwetter-Chaos in Deutschland: Tornados, zwei Tote

In diesem Van in Uelzen starb ein 50-Jähriger. Eine Eiche krachte auf das Fahrzeug. Die Bilder vom Unwetter-Chaos in Norddeutschland. Foto: dpa

Die schweren Unwetter sind in der Nacht in Richtung Osten abgezogen. Doch vor allem im Bahnverkehr haben sie am Morgen noch großes Chaos hinterlassen. Reisende müssen sich auf Einschränkungen einstellen.

 

Offenbach - Nach den heftigen Unwettern, die in der Nacht zum Freitag über Deutschland hinweggezogen sind, ist der Bahnverkehr in Teilen Deutschlands unterbrochen. Die wichtige Ost-West-Fernverkehrsstrecke zwischen Berlin und Düsseldorf war seit den frühen Morgenstunden wegen Unwetterschäden zwischen Bielefeld und Gütersloh gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Züge wurden umgeleitet. Auch zwischen Hamburg und Hannover fuhr zunächst weiter kein Zug.

Die Unwetter tobten besonders über dem Osten, etwa in Berlin, sowie in Niedersachsen und Hessen. In Niedersachsen waren am Donnerstag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Dann zogen die Unwetter über Berlin und die östlichen Bundesländer. In der Nacht gab es zunächst keine weiteren Toten. In den meisten Regionen kam es hauptsächlich zu kleineren Schäden durch umgestürzte Bäume, Starkregen oder Blitzeinschläge.

Unwetterschäden und Sturm: Bahn- und Flugverkehr gestört

Die Unwetterschäden führten vor allem zu Sperrungen auf Bahnstrecken. So war am Morgen auch der Großraum Magdeburg betroffen. Die Strecken Magdeburg-Braunschweig, Magdeburg-Stendal und Magdeburg-Berlin waren zunächst gesperrt.

Zwischen Hamburg und Bremen sei der Zugverkehr hingegen wieder hergestellt, sagte ein Bahnsprecher. Auf der Homepage des Unternehmens wurde die Strecke allerdings noch als gesperrt angezeigt. Auch Bremen-Hannover war in der Nacht wieder freigegeben worden. Es komme aber weiterhin zu Verspätungen und einzelnen Zugausfällen, hieß es von der Bahn.

Auch der Flugverkehr war am Freitagabend von den Unwettern betroffen. Nach Verspätungen und Flugausfällen ist der Betrieb an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld am Freitagmorgen aber wieder angelaufen. "In Tegel erwarten wir, dass bis 9.00 Uhr alles wieder planmäßig läuft, in Schönefeld im Laufe des Vormittags", sagte ein Sprecher. Dennoch könne es weiterhin zu Verspätungen kommen, Reisende sollten sich vorher über den Status ihres Fluges informieren.

Am frühen Morgen hob der Deutsche Wetterdienst viele seiner Warnungen auf. Mit weiteren Gewittern ist an diesem Freitag nur noch in Südbayern, südlich der Donau zu rechnen. "Dabei kann es vereinzelt auch zu Starkregen und größeren Hagelkörnern kommen", sagte ein Sprecher des DWD. In den anderen Bundesländern hört mit den Unwettern auch die große Hitze auf.

 

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