Gewinner, Verlierer und Aussetzer Video Music Awards 2014: Nackte Haut und Obdachlose

Eine der großen Gewinnerinnen des Abends: Miley Cyrus Foto: Jordan Strauss/Invision/AP

Die Video Music Awards des Senders MTV sind eines der alljährlichen Großereignisse der modernen Musikwelt. Auch 2014 bot die Verleihung allerhand bemerkenswerte Momente. Das sind die Gewinner und Verlierer der Veranstaltung.

 

Live-Auftritte, Preisverleihungen und hunderte Stars, die über den roten Teppich spazieren... Die Video Music Awards von MTV sind eine der wichtigsten Veranstaltungen im Musikbusiness. In Los Angeles fand die alljährliche Preisverleihung nun erneut statt. Und das ist am gestrigen Abend alles passiert.

Die Ankunft der Stars

Wie bei jeder Veranstaltung dieses Kalibers ließen es sich Stars, Sternchen und Möchtegerns natürlich nicht nehmen, zuerst einmal vor Fans und Presse über den roten Teppich zu schlendern. Während viele weibliche Musikgrößen wie Jennifer Lopez (45, "A.K.A.") und Taylor Swift (24, "Red") mit knappen Outfits die Blicke auf sich zogen, sorgten zwei andere für die längsten Hingucker - aus unterschiedlichen Gründen.

Hit-Garantin Gwen Stefani (44, "Hollaback Girl") sorgte für die erste große Überraschung des Abends. Sie trat zwar in einem für die Verhältnisse eher zurückhaltenden pinkfarbenen Corsage-Hosenanzug auf, dennoch war es das erste Aufkreuzen der No-Doubt-Sängerin seit fast zehn Jahren. 2005 wurde sie zuletzt bei der Veranstaltung gesichtet. Auch Model Amber Rose (30) erinnerte an die gute alte Zeit - mit einem Kleid, das besonders ihre pralle Rückseite zur Schau stellte. Fans der Verleihung kamen da nicht umhin, direkt an den legendären Auftritt von Schauspielerin Rose McGowan (40, "Planet Terror") zu denken, die 1998 das wohl entblößendste Kleid der VMA-Geschichte zur Schau stellte.

Die Show

Wie immer wurden Fans vor den Bildschirmen und die Anwesenden mit zahlreichen Live-Auftritten unterhalten. Für das meiste Gerede sorgten dabei Ariana Grande (21), Nicki Minaj (31) und Jessie J (26) mit einem Medley ihrer Hits "Break Free", "Anaconda" und "Bang Bang". Nach einem Outfit-Wechsel bei Minaj wollte nämlich ihr kurzes Schwarzes nicht so recht seine anziehende Funktion erfüllen. Für den Rest des Auftritts musste die Rapperin mit beiden Händen ihr Kleid bändigen, weil der vorderseitige Reißverschluss nicht mehr hielt.

Auch Usher (36), 5 Seconds Of Summer, Iggy Azalea (24) und Beyoncé (32) traten auf, doch Fan-Favorit war Singer-Songwriter Sam Smith (22) mit seiner einfühlsamen Performance zum Song "Stay With Me". Auf Twitter und Instagram fanden sich schon kurz nach seinem Auftritt hunderte Kurz-Lobeshymnen auf den 22-jährigen Briten.

Die Verleihung

In diesem Jahr wurde natürlich auch wieder die beliebte Moonman-Trophäe an die Künstler mit den besten Musikvideos verliehen. Ed Sheeran (23) wurde mit "Sing" zum besten männlichen Künstler gewählt, sein weiblicher Gegenpart: Katy Perry (29) mit "Dark Horse". Die beiden großen Gewinner des Abends sind jedoch zwei andere Sängerinnen. Beyoncé schaffte es, gleich drei der begehrten Trophäen abzustauben und wurde in den Kategorien "Beste Kollaboration", "Bestes Video mit einer sozialen Botschaft" und "Best Cinematography" ausgezeichnet.

Und natürlich zählte auch Pop-Göre Miley Cyrus (21) zu den Gewinnern des Abends. Ihr Clip zu "Wrecking Ball" wurde nicht nur zum "Video des Jahres" gewählt, sie schaffte es zudem, eine Botschaft in die Welt zu tragen. Ein junger Mann namens Jessie nahm den Preis anstelle von Cyrus entgegen. Als einer von 1,6 Millionen jugendlichen Ausreißern und Obdachlosen in den USA, wollten er und Cyrus die Öffentlichkeit auf die bedrückende Situation dieser jungen Menschen aufmerksam machen. Jessie verwies dabei auch auf die Facebook-Seite von Miley Cyrus, wo jene auf eine Spendenmöglichkeit hinweist.

Vor den VMAs

Schon im Vorfeld der VMAs machte die Preisverleihung Schlagzeilen wie selten zuvor. Rapperin Iggy Azalea fiel bei einer Vorab-Show von der Bühne und bei den Proben zum Auftritt von Nicki Minaj wurde eine Background-Tänzerin der Rap-Diva von einer Anakonda gebissen, wie "MTV" berichtete. Die Schlange sollte ebenfalls ein Teil der Show werden. Die Tänzerin wurde ins Krankenhaus gebracht und die Performance fand ohne die beißwütige Anakonda statt.

Noch schockierender war jedoch die Nachricht von einer Schießerei auf der VMA-Party von Rap- und R&B-Musiker Chris Brown (25). Wie die Celebrity-Website "TMZ" berichtet, wurde Hip-Hop-Produzent Suge Knight (49) laut Quellen aus dem Familienumfeld von insgesamt sechs Schüssen getroffen. Zwar liege er auf der Intensivstation, doch nach einer erfolgreichen Operation erwarte man nun seine Genesung.

 

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