Brennpunkt Hauptbahnhof Bundespolizei im Dauereinsatz: Betrunkene sorgen für Aufruhr

, aktualisiert am 26.03.2018 - 14:46 Uhr
Die Bundespolizei war am Sonntag mehrfach im Einsatz - und musste einmal zum Pfefferspray greifen. Foto: Bundespolizei

Alleine am Sonntag notierte die Bundespolizei am Hauptbahnhof München drei körperlichen Auseinandersetzungen, bei jeder war Alkohol im Spiel.

Ludwigsvorstadt - Trotz des strikten Alkoholverbots haben sich am frühen Sonntagmorgen mehrere junge Männer im Hauptbahnhof volllaufen lassen und fingen dann an, herumzupöbeln.

Gegen 4:40 Uhr fielen drei Männer im Alter von 19 bis 21 Jahren bei der McDonald's-Filiale im Zwischengeschoss unangenehm auf. Der Restaurantchef setzte seine renitenten Gäste vor die Tür, doch der Ärger ging weiter. Eine Streife der Bundespolizei rückte an. Der 19-Jährige schlug einen der Beamten mit der Faust gegen die Brust.

Der Betrunkene (1,44 Promille) wollte nicht mit zur Wache. Er wehrte sich mit Händen und Füßen. Seine beiden Spezln (Atemalkohol 2,2 und 1,6 Promille) mischten sich ein und versuchten, ihn befreien. Die Polizisten mussten gegen das Trio Pfefferspray einsetzen. Alle drei kamen mit zur Wache und wurden dort wegen Beleidigung, Widerstand und Körperverletzung angezeigt.

Hauptbahnhof München: Zwei weitere Fälle von Körperverletzung am Sonntag

Gegen 5 Uhr sahen Mitarbeiter der DB-Sicherheit einen 22-Jährigen, der in der Haupthalle herumschrie und randalierte. Als sie den Betrunkenen beruhigen wollten, schlug er einem der Bahnleute mit dem Ellenbogen ins Gesicht. Vier Sicherheitskräfte waren notwendig, um den Mann zu überwältigen. Der 22-Jährige, der in Fürstenfeldbruck lebt, wurde von Bundespolizisten auf die Wache gebracht. Ein Alkoholtest ergab 0,34 Promille. Der Randalierer wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens gilt am Hauptbahnhof die ganze Woche über ein striktes Alkoholverbot. Wer erwischt wir, bezahlt Strafe und erhält einen Platzverweis.

Am Sonntagmittag gerieten gegen 12:45 Uhr am Ausgang Bayerstraße zwei Männer miteinander in Streit. Erst beschimpften sie sich, dann schlugen sie aufeinander ein. Ein 26-Jähriger drosch einem 39-Jährigen mehrmals mit der Faust mitten ins Gesicht. Der Ältere ging zu Boden und erlitt dabei eine Platzwunde am Kopf.

Der Schläger, ein späterer Test ergab bei ihm 2,38 Promille, flüchtete vom Tatort. Eine Reinigungskraft der Bahn und ein Zeuge verfolgten den 26-Jährigen und hielten ihn fest. Ein Mitarbeiter eines Geschäftes in der Haupthalle beobachtete das Handgemenge und verständigte die Bundespolizei.

Die Beamten konnten dann auch noch den Geschädigten, er hatte laut Alkoholtest 3,33 Promille im Blut, ausfindig machen. Sie wollten den Mann zum Arzt bringen, doch der lehnte jegliche medizinische Hilfe ab. Sein Saufkumpane wurde wegen Körperverletzung angezeigt.

 

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