Geschlagen, gespuckt, getreten In der S4: 15-Jährige rastet bei Fahrscheinkontrolle völlig aus

Zu viel Alkohol und zu wenig Fahrschein: die Kombination wurde einer 15-Jährigen in der S4 zum Verhängnis. Foto: dpa/MVV

Eine 15-Jährige, die zuerst zu viel getrunken und dann beim Fahrschein zu wenig bezahlt hatte, ist am frühen Donnerstagmorgen in der S4 völlig ausgerastet und auf die Kontrolleure losgegangen.

 

München – Ob das Mädchen aus Türkenfeld in den Vatertag reingefeiert hat, ist unbekannt. Fest steht jedenfalls, dass die 15-Jährige um 06:50 Uhr am Donnerstagmorgen von den Kontrolleuren der Deutschen Bahn schlafend und alkoholisiert in einer S4 in Richtung Hauptbahnhof angetroffen wurde. Als die DB-Mitarbeiter die Jugendliche weckten und nach ihrem Fahrschein fragten, legte sie ein Ticket für die Ringe 6 bis 11 vor. Laim, wo die Kontrolle stattfand, liegt jedoch im dritten Ring.

Die Kontrolleure verlangten von der 15-Jährigen daher eine Fahrpreisnacherhebung. Was dann passierte, schildern die Kontrolleure so: Die mit 0,95 Promille angetrunkene Jugendliche riss die Papierrolle aus dem Prüfgerät, dann versuchte sie vergeblich zu fliehen und schließlich ging sie auf die Kontrolleure los. Als die DB-Mitarbeiter daraufhin die Bundespolizei verständigten, soll die Türkenfelderin einem Kontrolleur mit ihrem Geldbeutel ins Gesicht geschlagen und ihn massiv beleidigt haben. Als auch weitere Fluchtversuche, unter anderem über die Sitze hinweg, erfolglos blieben, soll sie die Kontrolleure zudem bespuckt und getreten haben.

Mutter holt renitente 15-Jährige auf der Wache ab

Schließlich konnte die Bundespolizei das Mädchen in ihre Obhut nehmen, doch damit endeten die Probleme der 15-Jährigen nicht. Die Beamten stellten nämlich fest, dass sie sich nicht mit ihrem eigenen Personalausweis, sondern mit dem ihrer Schwester ausgewiesen hatte. Der München-Ausflug der Jugendlichen endete schließlich, als sie von ihrer Mutter auf der Wache abgeholt wurde.

Gegen die junge Frau wird nun wegen Erschleichens von Leistungen, Betrugs, Beleidigung und Körperverletzung ermittelt. Dazu wertet die Bundespolizei auch die Aufnahmen aus den Überwachungskameras der S-Bahn aus.

 

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