Gerichtsprozess in Schweden A$AP Rocky bekommt jetzt Hilfe von US-Regierung - und seiner Mama

Bekommt Unterstützung von der US-Regierung: Rapper A$AP Rocky Foto: imago images / ZUMA Press

Er soll einen 19-Jährigen verprügelt haben und muss sich dafür in Schweden vor Gericht verantworten: Rapper A$AP Rocky. Der bekommt jetzt Hilfe von der US-Regierung. Ein hochrangiger Geiselexperte nahm offenbar am ersten Verhandlungstag am Dienstag teil - und A$APs Mutter auch.

 

Jetzt kommt Hilfe von ganz oben: Der seit mehreren Wochen in Schweden inhaftierte US-Rapper A$AP Rocky (19) bekommt Unterstützung von einem ranghohen Regierungsexperten für Geiselnahmen. Botschafter Robert O'Brien ist der "Special Presidential Envoy for Hostage Affairs" (SPEHA) und wurde vom Weißen Haus nach Schweden geschickt, wie eine Sprecherin des US-Außenministeriums mitteilte. O'Brien soll laut schwedischen Medienberichten bereits am Auftakt der Gerichtsverhandlung in Stockholm teilgenommen haben.

US-Regierung erhöht den Druck auf Schweden

Offenbar versucht die US-Regierung, den Druck auf die schwedische Regierung in der Sache zu erhöhen. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell (52), erklärte auf Twitter: "Der Druck steigt." US-Präsident Donald Trump (73) sei darauf konzentriert, US-Bürger überall auf der Welt nach Hause zu bringen.

Der konservative US-Journalist und Trump-Unterstützer Hugh Hewitt (63) twitterte zudem, viele Medien hätten die Tragweite der Entsendung O'Briens nicht begriffen: "Wo der SPEHA hingeht, folgen oft Reisewarnungen und Sanktionen." Ob sich die US-Regierung tatsächlich zu solch schwerwiegenden Schritten hinreisen lässt, ist unterdessen unklar. Das Interesse an dem Fall im Weißen Haus ist allerdings ungebrochen hoch.

Donald Trump selbst hatte den schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven (62) angerufen und auf Twitter die Freilassung des 19-Jährigen gefordert. Löfvens Sprecher hatte als Antwort darauf hingewiesen, dass die schwedische Justiz unabhängig von der Regierung sei, diese sich nicht in juristische Belange einmischen dürfe und in Schweden "vor dem Gesetz alle gleich" seien.

Mama-A$AP auch in Schweden

Die US-Regierung ist im Übrigen nicht die einzige, die sich um das Wohlergehen des Rappers bemüht. Auch seine Mutter, Renee Black, ist nach Schweden gereist, wie etwa das "Forbes"-Magazin berichtet. Sie hat offenbar ebenfalls an dem Gerichtstermin teilgenommen. Fotos zeigen Black vor dem Eingang des Stockholmer Bezirksgerichts. Zuvor hatte die Mutter in der schwedischen Zeitung "Expressen" geklagt, an ihrem Sohn solle ein Exempel statuiert werden.

A$AP Rocky, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt, wird vorgeworfen, zusammen mit zwei Personenschützern einen 19-Jährigen in Stockholm verprügelt zu haben. Dabei soll auch eine Flasche zum Einsatz gekommen sein. Mayers bestreitet die Vorwürfe und behauptet, in Selbstverteidigung gehandelt zu haben. Bei der Anhörung am Dienstag plädierte er entsprechend auf nicht schuldig. Für die Verhandlung sind drei Tage angesetzt.

 

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