Gericht Freund nervt - Brasilianerin schlägt mit Pfanne zu

Die Angeklagte Dolores R. (54) mit ihrem Strafverteidiger vor dem Münchner Landgericht. Sie hat ihren Freund mit heißer Bratpfanne verhauen. Foto: Torsten Huber

Der Angeklagten (54) aus Brasilien ist die ständige Eifersucht ihres Partners auf die Nerven gegangen. Jetzt steht sie vor dem Münchner Landgericht.

 

München - Die temperamentvolle Brasilianerin Dolores R. (54) fühlt sich genervt, als ihr Freund Ingo H. (58) ständig nach ihren Ex-Lovern fragt: „Da habe ich halt die heiße Bratpfanne vom Herd genommen, dass Essen ausgekippt und ihm drübergezogen. Ich wollte meine Ruhe haben.“

Jetzt steht die Hartz-IV-Empfängerin wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Münchner Landgericht. An der Copacabana lernt sie mit 20 einen wohlhabenden Winzer aus Deutschland kennen und lieben. 1987 holt er sie an die Mosel. 1991 Hochzeit. Der Sohn (heute 21) kommt zur Welt. Sie lebt aber völlig isoliert: „Ich durfte niemanden kennen lernen.“

Aus Frust beginnt sie mit dem Trinken. Scheidung 1998. Sie jobbt als Bar-Tänzerin. Ein Münchner Gast verspricht ihr die heile Welt an der Isar. 2002 zieht sie zu ihm. Die Beziehung hält nicht lange. Dolores R. hält sich mit Hilfsjobs über Wasser, trinkt viel und endet schließlich auf dem Sozialamt.

Ein paar Monate vor der Tat trifft sie Ingo H. Sie mögen sich. Die Angeklagte zieht zu ihm nach Berg am Laim. Alkohol bestimmt ihr Leben. Die beiden streiten häufig. Er ist eifersüchtig auf ihre Ex-Bekannten. Weihnachten 2010 platzt ihr der Kragen. Seit Januar lebt die Angeklagte auf einer Entzugsstation. Der Prozess soll klären, ob sie Bewährung bekommt oder in die geschlossen Psychiatrie muss, da sie viele Vorstrafen wegen Körperverletzung hat.

 

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