Gericht Behinderte in WG geschlagen

Ein Münchner soll eine gehbehinderte Frau misshandelt haben. Der Angeklagte streitet die Vorwürfe ab: "Das stimmt so nicht. Die Frau war sauer auf mich." Foto: AZ

Ein Münchner soll eine gehbehinderte Frau misshandelt haben. Der Angeklagte streitet die Vorwürfe ab: "Das stimmt so nicht. Die Frau war sauer auf mich."

 

MÜNCHEN - Der Klimatechniker Joao S. (49) weint vor dem Landgericht. Er sagt: „Ich bin kein Vergewaltiger. Ich liebe die Frauen, die Frauen lieben mich.“ Es geht um Vorfälle aus dem Februar 2010. Der gebürtige Afrikaner S. lebte in einer Wohngemeinschaft in der Senserstraße in Sendling mit einer gehbehinderten Frau zusammen.

Sie musste Spezialschuhe tragen, um überhaupt laufen zu können. Deshalb konnte sie vermutlich nicht vor dem Angeklagten fliehen, als sie bereits im Bett lag und Joao S. – so heißt es in der Anklage – über sie hergefallen sei und sie vergewaltigt haben soll.

Er habe sie auch oftmals geschlagen und beschimpft: „Du weiße Schlampe!“ Und: „Du bist abgefuckt!“ Der Angeklagte: „Das stimmt so nicht. Die Frau war sauer auf mich, da hat sie behauptet, ich hätte sie vergewaltigt. Ich schlage keinen Frauen.“ Die Vergewaltigungs-Vorwürfe wurden vom Gericht nicht berücksichtigt, weil sich keine objektiven Beweise ergeben haben. Urteil: zwei Jahre und drei Monate Haft wegen Körperverletzung.

 

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