Georg Wurth siegt in zweiter Folge "Millionärswahl": Cannabis-Lobbyist gewinnt, Quoten stürzen ab

Will die Million der Hanf-Legalisierung widmen: "Millionärswahl"-Finalist Georg Wurth Foto: ProSieben/Sat.1

Stell dir vor, es wird für Marihuana gekämpft - und keiner schaut zu: Georg Wurth vom Deutschen Hanf-Verband gewann die zweite Folge der "Millionärswahl". Die Quoten der Show fielen unterdessen ins Bodenlose.

Das Wahlverfahren wurde korrigiert, dennoch wartete die zweite Folge der "Millionärswahl" am Freitagabend auf Sat.1 wieder mit einem kontroversen Sieger auf: Georg Wurth (41), Geschäftsführer des Deutschen Hanf-Verbandes, wurde ins Finale gewählt. In einer Ansprache warb er für die Cannabis-Legalisierung, und setzte sich damit unter anderem gegen einen Rollstuhl-Skater, eine Street-Comedy-Truppe und eine Freestyle-Fußballerin durch. Mit der Million möchte Wurth seine Organisation unterstützen und einen Info-Spot zum Thema produzieren.

Die Debatte dürfte sich aber in Grenzen halten, denn allzu viele Menschen haben Wurths Appell nicht gesehen. Die ohnehin mit schwachen Quoten gestartete Show hat nochmal massiv an Zuschauern verloren, wie der Branchendienst "Meedia" berichtet. Nur noch 980.000 verfolgten die "Millionärswahl", in der ersten Ausgabe waren es noch 1,9 Millionen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fiel die Zuschauerzahl von 1,21 Millionen auf 620.000, der Marktanteil somit von 10,7 auf 5,6 Prozent.

An dem Einbruch dürfte auch das Voting-Debakel der ersten Folge schuld sein, in dem die Altrocker Gift mit ihren Stimmen den abgeschlagenen Breakdancer Benedikt Mordstein anstelle des Publikumsfavoriten Ralf Zanders auf den ersten Platz hievten. Der folgende Shitstorm brachte die Verantwortlichen dazu, das Wahlsystem zu ändern und das Gewicht der Publikumsstimmen zu erhöhen.

Vergeblich, wie es scheint - die Zuschauer blieben lieber beim Millionärs-Klassiker: Das "Zocker-Special" von "Wer wird Millionär?" bescherte RTL mit bis zu 7,04 Millionen Zuschauern eine Spitzenquote von 22,1 Prozent, und hatte mit 20,8 Prozent auch beim jungen Publikum klar die Nase vorn.

 

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