Genervt von Einsatz Nach Brand: Wütender Nachbar zerlegt Feuerwehrgerät

Die Feuerwehr handelte so, um die Bewohner zu schützen. Das wollte der wütende Nachbar offenbar nicht wahrhaben. Foto: dpa

Die Einsatzkräfte der Münchner Feuerwehr haben berufsbedingt schon das Meiste erlebt, aber über diesen Vorfall in der Lerchenauer Straße staunten sogar sie.

Milbertshofen - Der Brand wurde erfolgreich gelöscht - eigentlich hätten die Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Lerchenauer Straße aufatmen können. Doch ein Nachbar fühlte sich am Samstag von notwenidigen Sicherheitsmaßnahmen der Feuerwehr in seiner Nachtruhe gestört und rastete komplett aus.

Um die Verrauchung - und damit gefährliche Giftstoffe! - aus der Wohnung zu entfernen, baute die Feuerwehr einen sogenannten Hochleistungslüfter auf. Das ist eine gängige Maßnahme, das Gerät erzeugt einen Überdruck in den betroffenen Räumen. Über Abluftöffnungen kann der gesundheitsgefährdende Rauch kontrolliert aus dem Gebäude geleitet werden.

Das Gerät arbeitet allerdings nicht komplett lautlos. Vermutlich aus dem Schlaf gerissen, verschaffte ein Nachbar seinem Ärger Luft: Er trat auf den Lüfter ein, stieß das Gerät schließlich um. Wahrscheinlich ist die Maschine nicht mehr zu reparieren, so heftig malträtierte der Nachbar es.

So viel Glück hatte der wütende Nachbar eigentlich

Unglaublich, wenn man bedenkt, wie glimpflich die Situation für den Mann eigentlich ausgegangen ist. Mitten in der Nacht brach das Feuer aus. Der Bewohner der betroffenen Wohnung im vierten Obergeschoss wurde glücklicherweise wach, als er ungewöhnliche Geräusche hörte. Seine Küche hatte Feuer gefangen - sofort verständigte er die Feuerwehr.

Bis zu deren Eintreffen kämpfte er selbst mit Wasser gegen die Flammen. Und seine Löschversuche waren durchaus erfolgreich, als die Feuerwehr die Wo9hnung erreichte, war der Brand in der Küche bereits unter Kontrolle und musste nur noch komplett abgelöscht werden.

Der Bewohner wurde in eine Klinik zur weiteren Behandlung transportiert. An der Wohnung entstand ein Schaden von mindestens 10.000 Euro. Das beschädigte Gerät schlägt zusätzlich mit 3000 Euro zu Buche. Die Polizei nahm die Sachbeschädigung auf.

 

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