Geldstrafe wegen Volksverhetzung Hass-Kommentar auf Facebook: Mann geht lieber ins Gefängnis

Ein Hass-Kommentar auf Facebook kommt einem Mann teuer zu stehen. Foto: dpa

Ein rassistischer Kommentar auf Facebook hat Folgen für einen 47 Jahre alten Mann. Ein Gericht in Bayreuth verurteilte ihn wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe. Doch der Mann geht lieber gleich ins Gefängnis.

 

Bayreuth - "Deutsche erwachet, an die Waffen und das ganze Pack an der Grenze erschießen und zur Abschreckung liegen lassen, das spart auch den ungarischen Zaun." Mit diesen Worten hatte der aus Bayreuth stammende Mann im September auf Facebook einen Artikel des Nordbayerischen Kuriers kommentiert. Die Zeitung speicherte die Nachricht, löschte den Kommentar und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Gegen eine ursprünglich verhängte Strafe von 1.200 Euro wegen Volksverhetzung legte der Autor des Hass-Kommentars Einspruch ein. Daher jetzt der Prozess.

Vor Gericht verteidigte sich der Mann nun damit, dass er nicht rechtsradikal sei und sogar ausländische Freunde habe. Warum er dann überhaupt diesen Hass-Kommentar verfasst habe, wollte der Richter wissen. Die Antwort: "Ausländer und Flüchtlinge sind doch nicht das Gleiche." Und: Kein Deutscher würde wegen seines Kommentares tatsächlich zu den Waffen greifen.

Schließlich aber zog der 47-Jährige seinen Einspruch gegen die Geldstrafe zurück. Allerdings kündigte er an, lieber ins Gefängnis zu gehen als die Geldstrafe zu bezahlen. Und beim Verlassen des Gerichtssaales polterte er noch, sich einen Eintritt in die rechtsextreme NPD zu überlegen.

 

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