Geldgeber des TSV 1860 Millionen-Villa in Los Angeles: Die AZ zu Besuch bei Löwen-Investor Ismaik

Hasan Ismaik wohnt in einer Millionen-Villa in Los Angeles. Die AZ hat ihn besucht. Foto: Matthias Eicher

Die AZ zu Besuch im Millionen-Anwesen von Löwen-Investor Hasan Ismaik in Los Angeles. Der Geldgeber des TSV 1860 hat sich im Superreichen-Viertel der "Stadt der Engel" niedergelassen.

 

Los Angeles - Ein sonniger, brütend heißer Sommertag in Kalifornien. Der Fahrer der dunklen Limousine biegt in den South Mapleton Drive ein, neben dem Hollywood-Boulevard eine der exklusivsten Straßen in Los Angeles. Sie beginnt am Sunset Boulevard und endet gegenüber des Holmby Parks. Wir befinden uns im Nobel-Viertel Holmby Hills, das mit Bel Air und Beverly Hills das sogenannte Platin-Dreieck der amerikanischen Sonnenmetropole bildet.

Ismaik wohnt im Viertel der Superreichen

Dort, wo die großen Schauspieler, Star-Musiker und Superreichen wohnen. Schon das Schauspielerehepaar Lex Barker (der Old Shatterhand aus den Winnetou-Filmen) und Lana Turner residierte in dieser noblen Wohngegend. Sänger Neil Diamond ("Sweet Caroline"). Playboy-Gründer Hugh Hefner. Jetzt wohnt hier Hasan Ismaik. Wenn man so will auch ein Vertreter der Unterhaltungsindustrie. Hinter den Mauern seines Millionen-Anwesens empfängt der Investor des TSV 1860 die AZ zum Exklusivinterview.

"Das angenehme Klima in L.A. gefällt mir. Hier kann ich mich zurückziehen und gleichzeitig meine Geschäfte im Auge behalten", sagt Ismaik. Der Mann, den das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" im Jahr 2014 als ersten Milliardär Jordaniens ausgewiesen hatte. Der später derselben Quelle zufolge mehrere hundert Millionen verloren hatte. Gänzlich verarmt scheint er nicht zu sein an seinen Geschäften und einem Münchner Fußballverein, der ihn schon viel Geld gekostet hat – und Nerven. Seit 2011 bestimmt er die Schlagzeilen als Hauptgesellschafter der Sechzger, in die er trotz ausbleibenden Erfolgs nach AZ-Informationen schon an die hundert Millionen investiert hat.

Den Löwen im Herzen, ein Hündchen auf dem Arm

Schlagzeilen verursachten zudem die kontinuierlichen Auseinandersetzungen mit den Vereinsbossen. Und so soll es auch diesmal sein.

Doch bevor Ismaik in der "Stadt der Engel" gegen die Kluboberen poltert, zeigt er der AZ eine andere, kaum gekannte Seite. Voller Freude spricht er über die Geburt seines vierten Kindes, das kürzlich das Licht der Welt erblickte und zu dessen Ehren die riesige Eingangshalle mit Präsenten gesäumt ist. Dahinter purzeln in einem Garten, der den Sechzgern glatt als Fußballfeld dienen könnte, mehrere Hundewelpen herum. Ein Golden Retriever ist darunter, ein Siberian Husky. "Ich liebe Hunde", sagt der Mann, der eigenen Aussagen zufolge auch den Löwen im Herzen trägt, als er ein Hündchen auf den Arm nimmt.

Ein Diener serviert grünen Tee, während Ismaik einer seiner Leidenschaften frönt und eine dicke Zigarre qualmt. Das Gespräch, von einem Arabisch-Deutsch-Dolmetscher übersetzt, kann beginnen. Der Jordanier nimmt sich Zeit. Er hat viel zu sagen über Sechzig wie auch andere Themen. Er spricht über seine Vorliebe für deutsche Dichter und Schriftsteller. "Es ist nichts schlimmer als eine tätige Unwissenheit", zitiert er Johann Wolfgang von Goethe und spielt auf den aktuellen Konsolidierungskurs der Bosse an.

Den ersten Teil des großen AZ-Interviews mit Hasan Ismaik lesen Sie am Mittwoch in der Abendzeitung und auf az-muenchen.de

 

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