Geheimnisse vor der Öffentlichkeit? Florian David Fitz über sein Privatleben: "Ich verstecke niemanden"

Florian David Fitz: "In meinem Freundeskreis habe ich keine Geheimnisse, die wissen alles." Foto: imago/Horst Galuschka

Mit dem Film "Das perfekte Geheimnis" steht der beliebte Schauspieler derzeit auf Platz eins der Kino-Charts. Die AZ hat mit Florian David Fitz über seine Heimlichkeiten vor der Öffentlichkeit gesprochen und warum er vielen ein privates Rätsel bleiben will.

 

Bora Dagtekins neuer Film "Das perfekte Geheimnis" mit Florian David Fitz, Elyas M'Barek, Jessica Schwarz, Karoline Herfurth, Frederick Lau, Wotan Wilke Möhring und Jella Haase lässt die Kinokassen klingeln. Im Film treffen sich die Freunde zum Abendessen, um ein riskantes Spiel zu spielen: Alle Handy-Nachrichten müssen vorgelesen und die Anrufe auf Lautsprecher gestellt werden. Dabei werden am Küchentisch pikante (Beziehungs-)Geheimnisse enthüllt.

Florian David Fitz trennt Privatleben und Geschäftliches

Herr Fitz, was ist Ihr größtes Geheimnis? 
FLORIAN DAVID FITZ: "Geheimnis" ist immer so ein dramatischer Begriff, ich würde da eher die Trennung zwischen Privat und Geschäftlichem machen. In meinem Freundeskreis habe ich keine Geheimnisse, die wissen alles. Was sollen sie ausplaudern? Ich bin nicht schwanger (lacht).

Haben Sie wirklich keine Geheimnisse vor der Öffentlichkeit?
Das würde ich nicht Geheimnis nennen, sondern das Recht auf Privatleben, das jeder andere auch hat. Ist es dann gleich ein Geheimnis? Nur weil ich mein Privatleben nicht in der Zeitung nachlesen möchte. Da gehört es nicht hin. Ich fordere nur das ein, was jeder andere Mensch auch für sich in Anspruch nimmt.

Über Ihr Privatleben weiß man relativ wenig
Ich empfinde es nicht als meinen Job, mit meinem Privatleben in den Medien stattzufinden. Ich mache Filme. Es gibt Prominente, die sich über ihr Privatleben finanzieren. Das hat die Konsequenz, dass sie ein beschissenes Leben haben. Und das will ich nicht (lacht).

"Du lebst, wie du lebst"

Verstecken Sie sich dann oder gar Ihr Privatleben?
Man versteckt niemanden, das ist ein Missverständnis. Du lebst, wie du lebst.

Mich würde ein Blick in Ihr Handy interessieren. Haben Sie das mal bei jemandem gemacht?
Noch nie! Ich habe da keine Bedürfnisse. Es interessiert doch nur, wenn man eh schon eine Vermutung hat und man etwas verifizieren will. Nur aus purer Neugier? Ne! Im Handy sind Infos, die man lieber für sich behalten würde, aber nicht, weil es ein Geheimnis wäre, sondern aus Gründen der Privatsphäre.

Verraten Sie, wer Ihnen zuletzt geschrieben hat?
Meine Mutter: "Neueste Nachrichten aus München: Der Hund hat wieder gekackt."(lacht) Sie passt gerade auf Elmo auf. Er hatte Verstopfung.

Familie und Privatleben von Florian David Fitz gehören nicht in Öffentlichkeit

Warum teilen Sie nicht mehr solcher privaten Geschichten?
Meine Freunde und Familie merken es relativ schnell, wenn sie private Fotos mit mir posten. Das hat Konsequenzen, wenn die Leute wissen, mit wem ich befreundet bin, wer meine Mutter und meine Schwester sind.

Gab es auch schon negative Erfahrungen? 
Ja, die kriegen dann ständig Post. Es kam jemand vorbei und es haben sich auch schon Leute mit den beiden befreundet, die dann später zugegeben haben, dass es gar nicht um die Freundschaft ging. Das ist dann sehr verletzend. Ich wurde mit der Zeit immer vorsichtiger. Wenn du nicht willst, dass dein privater Bereich diese Konsequenzen abkriegen, dann hältst du deine eigenen Leute aus dem öffentlichen Bereich raus.

Haben Sie schon mal ein Geheimnis ausgeplaudert?
Ich bin leider sehr ungezügelt und im Freundeskreis, was Geheimnisse angeht, nicht super beliebt. (lacht). Es ist jetzt nicht so, dass ich mich verplappern würde, aber ich bespreche alles gern in einer Runde und kann nicht gut lügen. Mir sieht man das sofort an. Viele denken ja immer, dass Schauspielen lügen sei, dem ist nicht so. Schauspieler sind dazu da, dass man ihre Gefühle angucken kann.

Legen Sie Ihr Handy auch mal weg?
Ich weiß, dass es mir guttut, aber das Ding ist auch einfach verdammt praktisch. Das ist ja der Fluch. Ich bin zum Beispiel ziemlich froh, dass ich keine separate Kamera dabeihaben muss und immer etwas nachschauen kann. Aber mich nervt es auch manchmal, wenn Kollegen ständig am Handy hängen und Instagram-Storys machen, das gebe ich offen zu.

Ihren Instagram-Kanal bespielen Sie selbst?
Ich mache es so gut ich kann selbst. Ich glaube, Instagram ist das Marketinginstrument unserer Zeit. Im Vergleich zu den anderen Kollegen, die da ständig verrückte Storys posten, bin ich der Opa. Ich selbst habe keinen rein privaten Account, ich weiß nicht, wie das ist, stelle mir das aber total nett vor, wenn man die Bilder der Freunde sieht und wo sie gerade sind. Aber es ist okay, ich muss nicht alles mitmachen.

 

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