Gehalt der Dax-Vorstände Winterkorn verdient am meisten

Eine neue Untersuchung zeigt: Die Gehälter der Dax-Vorstände steigen nur minimal. Wer wie viel vergütet bekommt.

 

Frankfurt am Main -  Die Zahlen verwundern den normalen Arbeitgeber immer wieder: Trotz mauer Ergebnisse der Deutschen Bank bekommt das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen mehr Geld. Für das Geschäftsjahr 2013 kassierten die beiden jeweils rund 7,5 Millionen Euro. Das sind fast 50 Prozent mehr als die Gehälter des vergangenen Jahres.

In ihrem Premierenjahr kassierten Jain und Fitschen „nur“ 4,9 Millionen Euro. Die große Differenz ist aber zu erklären: 2012 waren die beiden Manager nämlich nur sieben Monate im Chef-Amt.

Doch mit diesen großzügigen Gehältern ist der Vorstand der Deutschen Bank nicht alleine. Das Beratungsunternehmen Towers Watson stellte am Donnerstag die Vergütungen der 30 Dax-Unternehmen vor. Nach der Studie haben 2013 die Obersten im Schnitt 5,2 Millionen Euro verdient. Damit haben die Manager durchschnittlich mehr bekommen als 2012 – wenn auch nur geringfügig (2012: 5,1 Millionen).

Winterkorn an der Spitze

Towers Watson wertete die vorliegenden 27 von 30 Geschäftsberichten aus. An der Spitze steht VW-Chef Martin Winterkorn. Er bekam 2013 stolze 15 Millionen Euro und steigerte sein Gehalt nochmal um knapp eine halbe Million.

Auf Rang 2 – mit einem gewaltigen Abstand – steht Daimler-Chef Dieter Zetsche, der sich im vergangenen Jahr über einen Verdienst von 8,2 Millionen Euro freute.

Auch BMW-Chef Norbert Reithofer ist mit 6,9 Millionen und damit einem Plus von sechs Prozent im vergangenen Jahr ordentlich bezahlt worden. Den gleichen Betrag bekommt Linde-Chef Wolfgang Reitzle. Siemens-Chef Joe Kaeser steht mit 4,2 Millionen auf der Liste – er ist aber erst seit August 2013 im Amt.

Doch nicht jeder konnte seinen Verdienst steigern: Adidas-Chef Herbert Hainer bekam acht Prozent weniger, liegt damit aber immer noch bei 3,9 Millionen. Schlusslicht der Auswertung ist Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Christoph Franz mit nur 1,8 Millionen Euro.

Höhere Gehälter im Ausland

Die teils großen Vergütungsunterschiede erklärt Olaf Lang von Towers Watson mit der Tatsache, dass die Unternehmen eben auch international unterschiedlich zu gewichten seien. Im Vergleich zu den Vorständen in Europa oder gar in den USA verdienen die Chefs hierzulande sogar relativ wenig: Bei nicht-deutschen Firmen sind Vergütungen von durchschnittlich sieben, bei im Dow Jones gelistete Unternehmen sogar durchschnittlich fast 13 Millionen üblich.

Der Zugewinn oder der Verdienstverlust der Top-Manager entspricht übrigens nicht immer dem Unternehmensgewinn: Während zum Beispiel der Gewinn vor Zinsen und Steuern bei Daimler um 23 Prozent stieg, entwickelte sich Zetsches Gehalt nur um ein Prozent nach oben.

 

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