Gehälter in Deutschland Top- und Flop-Berufe 2018: Wer verdient am meisten?

Es liegen 9,19 Euro auf einem Tisch. Laut dem Beschluss der zuständigen Kommission aus Vertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften und Wissenschaft soll der Mindestlohn zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro steigen. Foto: Fabian Sommer/dpa

Die einen wollen mehr und andere haben zu viel. Aber welchen Berufe erhöhen die Wahrscheinlichkeit, zur zweiten Gruppe zugehören? Der Gehalts-Check zeigt, wo man am meisten verdient - und in welchen Berufen die Einkommen am geringsten sind.

"Über Geld spricht man nicht, man hat es." Nach dem Verdienst von Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern zu fragen ist tabu. Trotzdem wolle viele wissen, in welchen Berufen man das meiste Geld verdienen kann. Analysten des Internetportals "Gehalt.de" haben insgesamt 21.846 Datensätze von Fachkräften ohne Personalverantwortung untersucht, um dieser Frage auf den Grund zu gehen.

Top-Berufe 2018 - Wer verdient am Meisten?

Für viele Menschen sind Ärzte Halbgötter in Weiß. Aber verdienen sie auch dementsprechend? Laut der Auswertung sind zumindest Oberärzte die Top-Verdiener 2018. Mit einem mittleren jährlichen Einkommen von ca. 115.300 Euro bekommen sie das höchste Gehalt. Das wäre ein Monatsgehalt von 9.600 Euro brutto. Darauf folgt das Einkommen von Beschäftigten im Bereich "Mergers and Acquistions", das bei bis zu 99.600 Euro im Jahr liegt.

Fachärzte liegen bei ihrem Verdienst mit 80.700 Euro jährlich etwas hinter den Oberärzten, kommen damit aber immer noch auf ein stolzes Monatseinkommen von 6.700 Euro im Monat. Weitere Berufe mit Top-Verdienstmöglichkeiten sind (Key) Account-Manager (75.600 Euro), Regionalverkaufsleiter (74.500 Euro), Verkaufsleitung (67.700 Euro) und Business Developer (62.551 Euro).

Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de, sagt zu der Auswertung der Top-Berufe: "Bei der Auswertung wird der starke Einfluss des Bildungsstandes deutlich: Unter den Top-Berufen finden wir nur Tätigkeiten vor, die in der Regel einen Studienabschluss erfordern."


Median: Mitte aller Daten. Q1: 25 Prozent der Gehälter liegen unter dem Median. Q3: 25 Prozent der Gehälter liegen über dem Median. Quelle: Gehalt.de

Flop-Berufe 2018 - Wer verdient am Wenigsten?

Auf der Liste der Geringverdiener stehen Küchenhilfen ganz unten. Mit einem Jahresgehalt von ca. 21.900 Euro sind sie die Flop-Verdiener 2018. Das wäre ein Monatsgehalt von 1.800 Euro brutto. Beschäftigte in diesem Bereich erhalten jährlich fast 93.400 Euro weniger als Oberärzte.

Etwas mehr als Küchenhilfen verdienen laut der Auswertung Friseure mit 23.200 Euro Jahreseinkommen. Ebenfalls auf der Liste der Flop-Berufe stehen Kellner (23.600 Euro), Kassenpersonal (26.500 Euro), Zahnarzthelferin (27.900 Euro) und Pflegepersonal (28.000 Euro).

Bierbach sagt zu der Auswertung der Flop-Berufe: "Das Prinzip von Angebot und Nachfrage wirkt sich auf die Gehälter aus: In der Gastronomie und der Dienstleistungsbranche beispielsweise sind die Berufe leicht zugängig, wodurch eine hohe Bewerberanzahl entsteht und die Gehälter somit verhältnismäßig gering sind", erklärt Bierbach zu der Auswertung der Flop-Berufe.


Median: Mitte aller Daten. Q1: 25 Prozent der Gehälter liegen unter dem Median. Q3: 25 Prozent der Gehälter liegen über dem Median. Quelle: Gehalt.de

Berufe im Mittelfeld - Wer sind die Mittelverdiener?

Zwischen den Top- und Flop-Verdienern stehen die Gehälter von Berufen im Mittelfeld. Beschäftigte im Kundendienst sind mit 42.900 Euro Jahresgehalt zwischen Küchenhilfe und Verkaufsleitung. Auch Sekretär (35.800 Euro), Mechatroniker (36.800 Euro) und Architekt (41.500 Euro) finden sich auf der Liste der Mittelverdiener.

Median: Mitte aller Daten. Q1: 25 Prozent der Gehälter liegen unter dem Median. Q3: 25 Prozent der Gehälter liegen über dem Median. Quelle: Gehalt.de

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