Gegen Nürnberg ohne Fans Nach Fan-Randale: "Geisterspiel" für 1860 beschlossen!

Kritische Situation: Polizisten und Ordner stehen den "Fans" gegenüber. Szene aus dem Relegationsspiel zwischen dem TSV 1860 München und Jahn Regensburg. Foto: dpa

Urteil des Sportgerichts: Der DFB sperrt aufgrund wiederholter Krawalle die Fans für eine Partie aus. Sechzig akzeptiert die Entscheidung

München - Die Freude – ja, Euphorie – der Löwen, endlich wieder dahoam in ihrem Grünwalder zu spielen, kennt momentan keine Grenzen. Doch eine Partie, die sicher eines der Highlights dieser Regionalliga-Saison der Löwen geworden wäre, wird jetzt ein echter, ein trauriger Stimmungskiller.

Den Unbelehrbaren, den Dauerzündlern, den Krawall-Brüdern unter den Löwen-Anhängern sei dank! Die Partie des TSV 1860 am 1. August (14 Uhr) gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg wird ein Geisterspiel. Das DFB-Sportgericht belegte die Sechzger aufgrund wiederholter Ausschreitungen seiner Fans mit der Strafe, dieses Derby unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen zu müssen.

Zur Urteilsbegründung wurden die Krawalle beim Rückspiel der Zweitliga-Relegation am 30. Mai gegen Jahn Regensburg herangezogen. Beim Abstieg der Löwen Ende Mai in der Allianz Arena hatte die Polizei nur mühsam einen Platzsturm durch die Sechzig-Fans verhindern können. Das Spiel musste für gut 15 Minuten unterbrochen werden. Währenddessen wurden zahlreiche Gegenstände wie Fahnenstangen, Becher und herausgerissene Sitzteile auf das Spielfeld geworfen.

Außerdem habe es Verfehlungen, sogenannte „pyrotechnische Vorkommnisse“, bei fünf anderen Begegnungen gegeben, hieß es vonseiten des DFB. „Solche Ereignisse wie im Relegationsrückspiel gegen Regensburg wollen wir nicht noch einmal erleben, denn sie sind nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen, sondern auch mit einem riesigen Image-Schaden verbunden“, sagte Geschäftsführer Markus Fauser. Im Derby gegen den FCN müssen daher sämtliche Zuschauerbereiche im Grünwalder Stadion geschlossen bleiben. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Erst am Freitag hatten die Löwen beim Regionalliga-Heimspiel gegen Burghausen (3:1) vor 12 500 Zuschauern (ausverkauft) eine umjubelte Rückkehr in ihre alte Heimat gefeiert. Die Fan-Gruppierungen des TSV 1860 hatten sich vor dem Start dieser Saison getroffen und vereinbart, in der Regionalliga auf jeglichen Einsatz von „Böllern, Knallern und Pyros zu verzichten“.

Sie haben Wort gehalten: Sowohl zum Auftakt in Memmingen (4:1), aber auch beim Heimdebüt gegen Burghausen hatten die Löwen-Fans friedlich gefeiert. Am Mittwoch (19.00 Uhr) tritt das Team von Trainer und Ur-Löwe Daniel Bierofka beim TSV Buchbach an. Der lobte die Stimmung, die jetzt herrscht: „Die Unterstützung vom ersten Tag an, beim ersten Training – das war sensationell. Auch am Freitag gegen Burghausen hat man das gesehen.“

Das sagt Geschäftsführer Markus Fauser zum "Geisterspiel"

„Wir haben das Urteil des DFB akzeptiert. Es ist schade, dass wir gegen den Club auf die wahnsinnig positive Unterstützung unserer Fans, die wir in unseren ersten beiden Spielen erfahren haben, verzichten müssen. Ich wünsche mir, dass wir in Zukunft nur noch vor vollen Rängen spielen. Solche Ereignisse wie im Relegationsrückspiel gegen Regensburg wollen wir nicht noch einmal erleben, denn sie sind nicht nur mit einem großen wirtschaftlichen, sondern auch mit einem riesigen Image-Schaden verbunden.“

 

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