Gegen Meningitis Alessandra Meyer-Wölden ließ ihre Kinder impfen

Alessandra Meyer-Wölden bei der Grand Opening Party von De Rucci in Köln Anfang 2015 Foto: ddp images

Erst im Januar dieses Jahres war in Berlin ein Kleinkind an Meningitis gestorben - jährlich tötet die Krankheit über 40 Menschen, vor allem Babys. Zum Welt-Meningitis-Tag spricht sich Model und Dreifach-Mama Alessandra Meyer-Wölden für eine Impfpflicht aus.

 

Nur Impfen schützt vor Meningitis, eine Infektion, die vor allem von Meningokokken B hervorgerufen wird und innerhalb von 24 Stunden zum Tod führen kann. Auch Model und Dreifach-Mama Alessandra Meyer-Wölden (32) ließ ihre Tochter (5) und die beiden Zwillingssöhne (3) gegen Meningokokken B impfen. Die Ex-Frau von Oliver Pocher (37, "Vollidiot") sagt: "Wenn es eine Vorbeugung gegen diese schreckliche Krankheit gibt, dann nehme ich sie natürlich wahr, um meine Kinder zu schützen."

Um über die Gefahr der Erkrankung zu informieren, findet weltweit am 24. April der Meningitis-Tag statt, denn eine Impfung ist die einzige effiziente Prophylaxe gegen diese Krankheit, die neben Entzündungen der Hirn- und Rückenmarkshäute auch Blutvergiftungen auslösen kann.

Meningokokken B lösen 85 Prozent der Fälle bei Säuglingen und Kindern aus

Bisher werden in Deutschland viele Kinder nur gegen Meningokokken C geimpft, für die es bereits seit 2006 eine Standard-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gibt. Obwohl zum Beispiel die Sächsische Impfkommission (SIKO) und die Impfkommission der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendheilkunde (DAKJ) bereits zu einer MenB-Impfung raten, fehlt hier bisher die Standardempfehlung. In fast allen EU-Mitgliedsländern wird hingegen die Impfung durch die Gesundheitsbehörden aktiv empfohlen, in Großbritannien wird sogar in Kürze eine flächendeckende Impfung von Babys eingeführt. Auch in Deutschland erstatten schon einige Krankenkassen freiwillig die Kosten, 2014 wurden rund 100.000 Dosen verimpft.

Jährlich rund 45 Todesfälle in Deutschland

In Deutschland gibt es jedes Jahr durchschnittlich 430 Meningokokken-Fälle, rund zehn Prozent der Patienten, die meisten von ihnen im Säuglingsalter, sterben. Jeder fünfte Überlebende leidet unter Folgeschäden wie Taubheit, Krampfanfällen oder dem Verlust von Gliedmaßen. Ginge es nach Meyer-Wölden, "sollten diese Impfungen Pflicht sein. Es gibt heutzutage keinen Grund, dass manche Krankheiten wie Masern oder auch Meningitis noch existieren, geschweige denn, dass Kinder an den Folgen solcher Krankheiten sterben."

 

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