Gegen Haus gekracht, völlig ausgebrannt Zwei schreckliche Bus-Unfälle in Franken

An der Hauswand endete am Montagmorgen die Fahrt des Linienbusses 205. Acht Menschen wurden verletzt. Foto: News5

HEMHOFEN/STEINWIESEN Der eine Fahrer rauschte ungebremst gegen einen Holzstapel und verbrannte. Der andere krachte gegen eine Hauswand... Zwei Horror-Unfälle mit Linienbussen in Franken forderten am Montagmorgen einen Toten. Acht Menschen wurden verletzt.

Gegen 5.45 Uhr fuhr ein Bus der Linie 205 durch die Ortschaft Hemhofen (Kreis Erlangen-Höchstadt). Vermutlich erlitt der 43-jährige Fahrer plötzlich einen Schwächeanfall. Er geriet erst auf die Gegenfahrbahn und krachte anschließend gegen zwei Häuser. Während der 43-Jährige eingeklemmt und von der Feuerwehr befreit werden musste, erlitten sechs der 20 Passagiere leichtere Verletzungen und Schocks. Eine Frau, die sich in einem der Häuser befand, die der Bus rammte, erlitt ebenfalls einen Schock. „Sie kam in ein Krankenhaus”, schildert Polizeisprecherin Elke Schönwald.

Noch dramatischer war kurz zuvor ein Unfall auf der Bundesstraße B 173 bei Steinwiesen (Kreis Kronach): Hier war der Busfahrer (44) mit seinem glücklicherweise noch leeren Gefährt gerade auf dem Weg zu seinem ersten Einsatz. An einer Kreuzung fuhr er einfach geradeaus – obwohl es dort gar nicht entlang ging. Der Bus raste über einen Radweg, durchbrach einen Zaun und krachte gegen gestapelte Baumstämme eines holzverarbeitenden Betriebs. Dann ging er sofort in Flammen auf. Obwohl sich schnell Dutzende von Feuerwehrleuten auf den Weg zur Unglücksstelle machten, kam für den Fahrer jede Hilfe zu spät. Er verbrannte bis zur Unkenntlichkeit in dem Wrack.

 


Ein Gutachter versucht nun zu klären, ob ein technischer Defekt oder ein gesundheitliches Problem zu dem Unfall geführt haben. au

 

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