Gefahr in der Fußgängerzone Hugendubel-Fassade bröckelt!

Vorsicht, Steinschlag! Der Zugang zum Hugendubel vom Rindermarkt wird am Samstag aus Sicherheitsgründen zeitweise von der Polizei gesperrt. Foto: Thomas Gaulke

Am Hugendubel am Marienplatz regnet es Mörtel. Die Feuerwehr muss eingreifen – auch zum Schutz der vielen Passanten. Nicht der einzige Fall. Die Einsatzkosten zahlen die Hausbesitzer

Altstadt - Wochenlanger Dauerfrost, zwischendurch mildere Temperaturen, anschließend wieder klirrende Kälte. Der Wechsel von Schnee und Regen, Frost und Plusgraden setzt auf Dauer nicht nur den Menschen zu, sondern auch Straßen und Gebäuden. An vielen Häusern bröckelt jetzt der Putz.

Mehrere Male am Tag rückt die Feuerwehr derzeit aus, um zu verhindern, dass Steinschlag zur Gefahr für Leib und Leben wird. Besonders bei Fassaden, die bereits vorgeschädigt waren, platzt jetzt der Putz.

Bei Plusgraden kann Nässe eindringen. Wird es dann wieder kälter und gefriert das Wasser, wird der Mörtel geradezu abgesprengt. „Wir werden meist von der Polizei alarmiert, aber auch von Passanten, die beobachtet haben, dass es irgendwo bröckelt“, sagt Feuerwehrsprecher Dieter Welle. Dann heißt das Einsatzstichwort für seine Kollegen: „Lose Gebäudeteile“ oder „lose Fassadenteile“.

Am Samstag musste die Feuerwehr zur besten Einkaufszeit mitten in die Fußgängerzone ausrücken. Von der Fassade des Bücherriesen Hugendubel am Marienplatz regnete es Mörtelbröckchen.

Vor den Augen tausender Passanten sperrten Polizisten den Bereich in Richtung Rindermarkt ab, die Feuerwehr rückte an. Anschließend ging es mit der Leiter in luftige Höhe, Feuerwehrmänner klopften mit Werkzeugen lose Teile von der Fassade, bis die Gefahr gebannt war.

Am Sonntag rückte die Feuerwehr in die Regerstraße in der Au aus. Auch hier rieselte der Mörtel. Während auch hier erst alle losen Teile abgeklopft wurden, musste die Tram eine halbstündige Zwangspause einlegen.

Die Kosten für so einen „Steinschlag“-Einsatz stellt die Feuerwehr übrigens den Hausbesitzern in Rechnung. Meist belaufen sie sich aber, so der Feuerwehrsprecher, auf nur einige hundert Euro.

 

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