Gefährliche Leichen Bestatter von Ebola-Toten wollen mehr Geld

Die Bestatter in Sierra Leone fordern mehr Geld. Foto: dpa

In Sierra Leone streiken die Bestatter. Zahlreiche noch hochinfektiöse Ebola-Leichen liegen seit Tagen in den Häusern und auf den Straßen. Die Regierung hat angeordnet, dass die Bestattung von Ebola-Leichen kostenlos ist.

 

Freetown - Die zur Bestattung von Ebola-Toten in Sierra Leone eingesetzten Teams haben mit einem Streik eine bessere Bezahlung gefordert. Zahlreiche noch hochinfektiöse Leichen seien am Mittwoch in Häusern sowie auf Straßen liegen gelassen worden, berichteten Augenzeugen. Bereits seit Tagen häufen sich in Sierra Leone Beschwerden von Bürgern, wonach manche der Totengräber-Teams von Familien Geld dafür verlangen, dass sie deren gestorbene Angehörige abtransportieren.

Die Regierung wies in einer öffentlichen Erklärung darauf hin, dass die Bestattung von Ebola-Toten für die Familien grundsätzlich kostenlos sei. Die Bestatter erklärten, sie seien seit Tagen nicht mehr bezahlt worden. Zudem müssten sie für ihre lebensgefährliche Arbeit mehr Geld bekommen. Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums erklärte später im staatlichen Rundfunk, der Streit sei beigelegt worden.

Auch im benachbarten Liberia haben Bestattungsteams geklagt, ihre Vergütung sei zu gering. In den drei am härtesten von der Epidemie betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea sind mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben.

 

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