Gedenkstein in der Altstadt Umstrittener Dank an Kriegsmütter

Gruppenbild mit (umstrittenen) Stein (v. l.): Stadtrat Reinhold Babor, Gisela Aeckerlein, Vereinsvorsitzende Margot Günther, Seniorenbeirätin Franziska Miroschnikoff. Foto: ho

"Viele Frauen und Mütter mussten nach dem Krieg die Verantwortung für die Familie übernehmen und schwere körperliche Arbeit leisten", so der Verein "Dank der Aufbaugeneration".

Altstadt
- Nach jahrelangen Vorarbeiten wurde jetzt der Gedenkstein am Marstallplatz aufgestellt. Auf einem Grundstück des Freistaats, denn die Stadt hatte den Stein über Jahre abgelehnt.

Vor allem wegen der Einschätzung des Stadtarchivs, dass es sich bei den Aufräumern nach dem Krieg zum Großteil um Nationalsozialisten handelte. Die sollten so für ihre Schuld sühnen.

Echte Trümmerfrauen habe es gerade in München nur sehr wenige gegeben.

Den Verein ficht das nicht an.

"In vielen Städten wurde diesen tapferen Frauen als Trümmerfrauen bereits gedankt", heißt es in einer Mitteilung. "Der Aufruf an die Bevölkerung zur Trümmerbeseitigung Rama dama verstärkte den Willen der Aufbaugeneration, München wieder entstehen zu lassen."

Stadtrat Reinhold Babor: “Der Verein hat es geschafft, bürgerschaftliches Engagement hat Erfolg, der Münchner Bürgerschaft nach 1945 für ihre Leistung zu danken, wobei die Verantwortung für die unsägliche Vergangenheit nicht vergessen wurde. Daran soll der Stein erinnern.“

Bei der Ankunft und Situierung des Gedenksteins war Kultusminister Ludwig Spänle anwesend. Außerdem die Vereinsvorsitzende Margot Günther, die Seniorenbeirätin Franziska Miroschnikoff und die Vertreterin der Senioren-Union, Gisela Aeckerlein.

Nach Setzen der Inschrift, die noch aussteht, wird vom Verein eine Gedenkveranstaltung vorbereitet.

 

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