GAZtro Ziemlich guter Döner

Der Imbiss Best Döner Kebab in der Plinganserstraße beim Harras frohlockt mit Döner aus Steinofen-Brot und frischen Zutaten. Foto: Daniel von Loeper

Best Döner Kebab: Der Imbiss in der Plinganserstraße besticht vor allem durch sein Steinofen-Brot.

 

Sendling – Früher oder später halten wir alle einen Döner in der Hand. Das Schöne am Döner ist, dass er fast immer und überall gut schmeckt, auch wenn die Unterschiede hinsichtlich Qualität und Geschmack teilweise weiter auseinanderliegen als die Ufer des Bosporus. Nur eine Sache ist beim Döner immer gleich: „Mit allem und scharf?“, lautet die Standard-Frage, die offensichtlich universelle Gültigkeit besitzt.

Da die Anzahl der Döner-Geschäfte in München derart riesig ist, fällt die Wahl eines Test-Lokals schwer, aber dann sticht uns in Sendling der „Best Döner Kebab“ ins Auge. Ein Superlativ klingt nach einer würdigen Herausforderung. Gibt’s hier wirklich den besten Döner?

Das Imbisslokal in der Plinganserstraße 19 verdient sich in Sachen Inneneinrichtung keine Best-Note. Über der Theke hängen die immer gleichen Bilder von Döner und Co., die landauf, landab anscheinend zur DNA eines jeden Imbisslokals gehören.

Der Imbiss ist relativ klein. Ein paar einfache Tische, Spielautomaten, Paletten mit Getränkedosen und leere Biertragl machen optisch halt nicht viel her. Aber vielleicht konzentriert man sich im Best Döner Kebab nur auf die Speisen und dann spielt das Interieur keine tragende Rolle.

Positiv sticht der chromglänzende Steinofen hinter der Theke hervor. Hier wird jedes Brot für den Döner frisch gebacken und nicht nur aufgebacken. Eine Seltenheit.

Vom Ofen leicht geblendet erfolgt die Bestellung (Döner: 4 Euro). Natürlich „mit allem und scharf“. Es beginnt eine Wartezeit von handgestoppten fünf Minuten. Für einen Döner eigentlich zu lang, aber wenn’s frisches Brot gibt, geht es schon in Ordnung. Während des Wartens fällt der Blick auf das etwas blasse Karussellfleisch am Spieß und die Auswahl an vorgeschnittenem Gemüse. Weißkraut und Blaukraut, Zwiebeln, Eisbergsalat und Tomaten liegen parat.

Der etwas wortkarge Mann bereitet mit gekonnten Handgriffen das Sandwich zu, spart allerdings an der Soße. Das Ergebnis: ein herrlich duftender Döner mit wunderbar krossem Brot. Doch dann folgt eine ernüchternde Erkenntnis. Durch die Resthitze der Krume entstand im Inneren des Sandwichs eine merkwürdige Verbindung aus Gemüse und Brot. Ein bekanntes Phänomen bei zu heißen Backwaren, die dann gerne mal pampig werden. Schade, sehr schade.

Das Fleisch hätte sicherlich etwas mehr Feuer vertragen können, aber insgesamt war es dennoch mehr als nur in Ordnung.

Hätte man das wunderbare Brot etwas abkühlen lassen, wäre die Steigerungsform „besserer“ Döner sicherlich nicht unangebracht. So gibt es im „Best Döner Kebab“ zumindest einen ziemlich guten Döner.

Plinganserstraße 19, Telefonnummer 0162-4925226, täglich von 8 bis 23 Uhr

 

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