Gaztro Raffinierter Reis aus Afghanistan

Gemütlich: Das neue Bamyan Narges. Foto: Daniel von Loeper

Mit dem Restaurant Bamyan Narges halten exotische Aromen am Gärtnerplatz Einzug.

 

Isarvorstadt - Beim Gärtnerplatz hat was Neues aufgemacht!“ Diesen Satz hört man zwischen Müller- und Fraunhoferstraße häufig. Meist ist es dann wieder nur eine neue Bar oder ein Burgerladen, die sich kaum von den anderen Lokalen in der Nachbarschaft abheben.

Da fällt das am 15. Juli eröffnete Bamyan Narges in der Klenzestraße aus der Reihe, weil es eben nicht einfach wieder nur eine Bar oder ein Hipster-Café mit veganen Snacks im Weckglas ist. Das Bamyan Narges ist ein afghanisches Restaurant – und die sieht man nicht an jeder Ecke.

Das Lokal ist der zweite Laden von Inhaberin Issar Narges, die bereits in der Hans-Sachs-Straße ein afghanisches Restaurant führt. Das Bamyan Narges setzt auf authentisch afghanische Küche, bei der fast alle Gerichte mit drei Kräutern gewürzt werden: Minze, Dill und Koriander. Neben den Kräutern gibt es noch eine weitere Besonderheit: In Afghanistan isst man mit den Fingern.

„Besteck ist eigentlich verboten“, klärt Narges auf. Für den Fall der Fälle liegt auf den dunklen Holztischen mit handgeschnitzten Ornamenten sicherheitshalber auch Besteck parat.

Das Restaurant, das Narges nach ihren Vorstellungen und mit viel Liebe zum Detail selbst eingerichtet hat, ist äußerst einladend, und durch den gesamten Raum strömt der Duft von Kräutern und Gewürzen.

Zu den Spezialitäten des Hauses gehört die Vorspeise „Kadu Bamyan“. Das Gericht besteht aus süß-scharf eingelegtem Kürbis, der mit Quarkcreme serviert wird (7,90 Euro). Neben dem raffinierten Kürbis finden sich in der Karte noch zahlreiche Speisen, die mit einer besonderen Aromatik überraschen.

Nur Reis zieht sich wie ein roter Faden durch die afghanische Küche und wird zu fast jedem Gericht gereicht. Die sonst eher geschmacksneutrale Beilage bekommt hier neues Leben eingehaucht und überrascht mal mit einer süßlich-scharfen oder einer eher herzhaften Note. Zum gebratenen Reis kann der Gast verschiedene Fleischvarianten wählen, wie etwa beim „Quabelli Palau“, das aus braunem Basmatireis mit Rosinen, Mandeln, Pistazien und Karotten besteht und mit Huhn in der einer Safran-Pflaumen-Linsensoße serviert wird (16,50 Euro). Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob der Gast mit Fingern oder Besteck isst: Das Essen schmeckt im neuen Bamyan Narges so oder so vorzüglich.

Klenzestraße 47, Tel: 18985336, Mo. - Sa. 11.30 bis 1 Uhr, So. ab 17 Uhr

 

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