GAZtro-Kritik Little Wolf: Feine Rauchzeichen

Die hippe Crew vom Little Wolf (v. l.): Küchenchef Luke Rogers, Corinna Götz, Sommelier Matthias Götz, Wolfgang Götz. Foto: Daniel von Loeper

Es gibt kaum einen Hollywoodstreifen, in dem nicht eines dieser typischen amerikanischen Diner vorkommt. Die Handlung variiert, doch die Restaurants sehen meist recht identisch aus. Ein besonderes Diner findet man seit Anfang Februar in der Pestalozzistraße.

Gemütliche Sitzecken, eine permanent Kaffee nachschenkende Bedienung und natürlich das Essen, das am besten mit Soulfood beschrieben werden kann. Essen für die Seele. Das gute Gewissen hat Pause, man gibt sich fleischlichen Genüssen hin.

Anfang Februar hat in der Pestalozzistraße das Little Wolf eröffnet. Das kleine Restaurant erinnert mit seinen hölzernen Sitzecken und der offenen Küche an ein solches Diner, allerdings wirkt der kleine Laden wesentlich eleganter. „Smokehaus und Fine Diner“, nennt Corinna Götz das Konzept des Little Wolf. Gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang, der gegenüber die Bar Zum Wolf betreibt, haben die beiden USA-Fans ein Restaurant ganz nach ihren Vorstellungen gestaltet.

Das Little Wolf ist relativ klein und verfügt über gerade mal 31 Sitzplätze rund um die offene Küche. Zu den beliebtesten Plätzen gehört die „Honeymoon Suite“, wie die Betreiber humorvoll eine Nische für zwei Personen nennen, in der gerne Pärchen essen.

Zentraler Blickfang ist in der offenen Küche der chromglänzende Räucherofen. Der sogenannte Smoker gibt dem Fleisch eine schöne Rauchnote und macht Rind und Rippchen butterzart. Statt in der Pfanne werden die Gerichte im Little Wolf im Rauch gegart und bekommen so ein außergewöhnlich schmackhaftes Aroma.

Satte 200 Stunden mariniert und räuchert das Pastrami hier vor sich hin. Die Bestellung der feinen Sandwiches mit Rindfleisch, Kraut und einer sämigen Käsefüllung (kleine Portion 13 Euro, doppelte Portion 23 Euro) braucht im Restaurant natürlich nicht so lang.

Neben dem wunderbaren Pastrami bietet das Little Wolf noch eine Reihe weiterer typisch US-amerikanischer Gerichte wie Schweinebauch (10 Euro) oder Entenkeule (11 Euro) an. Dazu gibt es eine Reihe von Beilagen wie Püree oder Kimchi Slaw (je 5 Euro).

Lesen Sie hier: Bar Giornale - Das Tor zur Leopoldstraße

In einer Hinsicht unterscheidet sich das Little Wolf von den amerikanischen Diners aus den Filmen: Es gibt einen Sommelier, der zu den Gerichten den passenden Wein empfiehlt (0,1 l ab 4,50 Euro).

Von wegen kleiner Wolf: Das Little Wolf setzt mit seinem ausgefallenen Konzept ein schmackhaftes Rauchzeichen.


Pestalozzistraße 9 | Dienstag bis Samstag von 17 bis 24 Uhr | Reservierungen per Mail an corinna@zumwolf.com

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading