Gaztro: Die Kritik L'Osteria am Hauptbahnhof: Hauptsache viel, Hauptsache groß

Die L'Osteria will ein urbanes Flair vermitteln. Foto: L'Osteria

Große Portionen, aber nicht unbedingt gute Küche gibt es in der dritten Filiale der Italiener-Kette.

Ludwigsvorstadt - An der Großbaustelle Hauptbahnhof ist endlich wieder etwas fertig geworden. Vor wenigen Tagen hat in der Arnulfstraße die L’Osteria eröffnet. Zwar gibt es das Ketten-Restaurant schon drei Mal in München, aber die Betreiber haben sich wohl gedacht, dass aller gute Dinge vier sind.

Die Deckenhöhe des stählern und hölzern eingerichteten Gastraums ist imposant. Das Restaurant wirkt urban, dummerweise bringt Urbanität auch einen leichten Bahnhofsflair mit sich. Der Abend beginnt farblich auf die roten Deckenleuchten abgestimmt mit Rotwein. Montepulciano und Nero D’Avola sind mit 4,25 Euro für 0,2 l zwar verhältnismäßig billig, dummerweise schmecken sie auch genauso. Vorsorglich wurde zum Probieren nur ein kleines Glas (0,1l) bestellt.

Lesen Sie hier: Ein Italiener in Weiß

Die Vorspeisen, Vitello Tonnato (9,50 Euro) und ein Salat mit Rinderstreifen (klein 8,50 Euro) machen einen soliden Eindruck, auch wenn unter der spärlich dosierten Mango und dem Rind ein ganzer Berg an geschmacksneutralem Eisbergsalat schlummert.

Der Hauptgang kommt nach einer gerade noch akzeptablen Wartezeit an den Tisch. Die Orecchiette Manzo (12 Euro), Öhrchennudeln mit Rinderfilet, baden in einer eher undefinierbaren Soße, die sehr stark nach Zitronenzesten schmeckt. Laut Karte ist es eine Mascarponesoße.

Wenige Sekunden nach der Pasta kommt mit großem Tamtam die Pizza Rustica (10,50 Euro). Der Teig ist äußerst dünn, knusprig und auch der Belag passt. Warum die Pizza allerdings einen Durchmesser von einem halben Meter haben muss, wird nicht klar. Auf der Rechnung setzt sich das Thema groß fort. Der Salat entpuppt sich als große Portion und kostet entsprechend mehr (11,75 Euro). In der L’ Osteria ist eben alles ein bisschen größer.

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. null