GAZtro Curry-Piraten: Scharfe Sachen für Wurst-Wettkämpfer

Die Curry-Piraten Tobias Albert (l.) und Dominik Rodatus in der Poccistraße. Foto: Daniel von Loeper

In der Poccistraße gegenüber vom KVR bieten Curry-Piraten Würste für jeden Gaumen an – auch für den gestählten in extra scharf!

 

München - Bayern hat den Weißwurstäquator, und den Rest der Republik teilt eine weitere Wurstlinie: der Currywurstäquator. Der trennt die Anhänger der Berliner Variante von den Fans der Currywurst aus dem Ruhrpott. Dem Münchner sind Currywürste an sich eher nicht so wichtig, weil man ja die Weißwurst hat. Aber ab und an darf es dann auch mal eine Currywurst sein.

Seit April gibt es vor dem ehemaligen MVG-Kundencenter an der Poccistraße eine Currywurstbude, die einen Spagat zwischen den beiden Wurstwelten wagt.

„Unsere Wurst ist weder Pott noch Berlin: Sie geht in eine eigene Richtung“, erklärt Dominik Rodatus, der zusammen mit Tobias Albert die Curry-Piraten betreibt. Im Hauptberuf sind die beiden Maschinenbau-Ingenieure und bauen High-Tech-Liegefahrräder.

Die Soße? Leicht fruchtig bis rauchig

Vor gut eineinhalb Jahren begannen Sie mit der Konzeption ihrer Currywurst und mischten tagelang an der richtigen Rezeptur für ihre Soße. Das Ergebnis hat nichts mit dem Imbissstandard auf Ketchup-Basis zu tun. Die Soße der Curry-Piraten hat eine leicht fruchtige bis rauchige Note.

Das ist allerdings nur die Standard-Version, denn am Stand der beiden Maschinenbauer geht es noch eine ganze Ecke schärfer zu. Currywurst-Fans können bei den Curry-Piraten ihre Wurst in fünf Schärfegraden bestellen: Die Skala geht von 0 bis 250 000 Scoville, der Maßeinheit für Schärfe.

„Die meisten bestellen Stufe 2 oder Stufe 3“, sagt Rodatus. Die letzte Stufe ist selbst ihm zu stark. Bei diesem Schärfegrad ist von der Currywurst nichts mehr zu schmecken. Im Mund bereitet sich eine Art Höllenfeuer aus.

Klassisch oder experimentierfreudig

„Schärfe ist kein Spielzeug“, meint Rodatus. Mittags gibt es unter den Gästen gelegentlich kleine Wettkämpfe, wer seine Wurst schärfer essen kann. Neben der klassischen Currywurst (2,90 Euro oder im Menü mit Pommes und Softdrink für 6,50 Euro) gibt es bei den Curry-Piraten für Experimentierfreudige noch diverse Abwandlungen des Klassikers.

Die Wurst Hawaii kommt mit Ananas und Curry. Und es geht auch ganz mediterran mit Parmesan und italienischen Kräutern. An diesen Kreationen werden sich bei Currywurst-Liebhabern die Geschmäcker scheiden, aber das ist bei der Currywurst schließlich immer so.

Weitere Informationen: curry-piraten.de, Poccistraße 1, Montag bis Freitag von 10 bis 20 Uhr

 

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