GAZtro Billig und erstaunlich gut

Spaghetti Napoli gibt’s im Pasta e Basta schon für 4,95 Euro. Foto: Daniel von Loeper Foto: Linda Jessen

Unglaublich aber wahr: In München gibt es noch günstige Restaurants. Zum Beispiel das Pasta e Basta in der Fraunhoferstraße.

Isarvorstadt - Wenn am Ende des Geldes noch reichlich Monat übrig ist, sind Restaurantbesuche in der Regel ein Ding der Unmöglichkeit, zumal selbst ein durchschnittliches Abendessen für zwei in München fast immer mehr als 50 Euro kostet.

Wir schrauben für den Gaztro-Test ausnahmsweise die Erwartungen herunter, kratzen die letzten Münzen zusammen und besuchen das „Pasta e Basta“. Der Legende nach soll hier das Essen unfassbar billig sein. Ob’s denn auch schmeckt?

Das Lokal wirkt auf den ersten Blick nicht billig eingerichtet, eher angenehm und schlicht. Da zufälligerweise draußen ein Tisch frei ist, nehmen wir direkt an der Fraunhoferstraße Platz und können uns sogar noch ein bisschen über das gebotene Sozialkino freuen. Die Fraunhoferstraße erinnert mehr und mehr an das schrille Treiben auf der Leopoldstraße, aber das soll jetzt nicht das Thema sein.

Statt einer Speisekarte sind alle Gerichte auf einem Papieruntersetzer gelistet und es fällt sofort auf: Das Pasta e Basta ist wirklich unfassbar günstig. Kaum ein Gericht liegt nördlich der zehn Euro. Wir bestellen beim freundlichen und fixen Kellner und erwarten ehrlicherweise nicht allzu viel. Geiz ist beim Essen meist nicht so geil und während wir noch über die Preise rätseln, sind schon der gemischte Salat mit gebratenem Lachs, grünem Spargel und Avocado (9,90 Euro) und eine üppige Portion Spaghetti mit Tomatensoße (4,95 Euro) auf dem Tisch. Die Spaghetti sind preislich auf Kantinenniveau, geschmacklich aber durchaus im Restaurant angesiedelt. Die Soße hat sich zwar leider im Teller getrennt, doch angesichts des Preises darf wegen solcher Dinge wirklich nicht gemeckert werden. Auch der Salat schmeckt mehr als passabel. Besonders gefällt uns bei dem Gericht der gegrillte Lachs.

Weil wir schon mal da sind, versuchen wir auch gleich noch eine Pizza Diavola (7,45 Euro), die auch prompt an den Tisch kommt. Es ist mit Sicherheit nicht die größte oder beste Pizza Münchens, doch auch hier gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Salami ist pikant und kommt mit einer leichten Fenchel-Note daher und am Käse wurde auch nicht gespart. Auch der Chianti für 3,60 Euro für 0,2l schmeckt absolut passabel.

Wir bezahlen mit weiteren Getränken deutlich unter 40 Euro und sind überrascht, dass das „Pasta e Basta“ für sehr wenig Geld vernünftiges Essen bietet. Kulinarische Hochleistungen darf man hier nicht erwarten, aber das wäre genauso falsch wie einen Fiat 500 gegen einen Ferrari ins Rennen zu schicken.

Fraunhoferstr. 19, Telefon 139 394 46, täglich von 11.30 bis 23.30 Uhr

 

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