GAZtro Abendessen im Morgenland

Kleine aber feine Vorspeisen-Tellerchen zur Einstimmung auf die libanesischen Gerichte. Foto: Daniel von Loeper

Feiner Wein und zartes Kalb: Im Restaurant Ksara kann man die libanesische Küche kennenlernen.

 

Schwabing - Es gibt Länder und Küchen, über die in unseren Breiten recht wenig bekannt ist. Die Libanesische ist eine davon. Das Land im Nahen Osten verfügt über ausgezeichnete Küche und Weine.

Besonders das libanesische Château Ksara ist für seinen Wein bekannt. Da das Weingut ein bisschen weit ab vom Schuss liegt, entscheiden wir uns für einen Besuch im Ksara in Schwabing, in der Hoffnung auf guten Wein und spannendes Essen.

Das Restaurant in der Haimhauserstraße ist von außen etwas unscheinbar und auch innen wird man diesen Eindruck nicht unbedingt los. Die Speisekarte, die der etwas unorganisierte Service irgendwann auf den Tisch gelegt hat, macht dagegen einen ausgesprochen guten Eindruck.

Der Abend beginnt mit einer Flasche „Ksara Blanc de Blanc“ (0,75 l für 19,50 €). Der Weißwein macht uns sprachlos. Geschmacklich bewegt sich der Tropfen auf Champagner-Niveau, kostet glücklicherweise aber kein Vermögen. So darf es weitergehen.Als Vorspeise kommt das Masa Classic, das laut Karte aus „fünf Vorspeisen-Tellerchen“ besteht. „Tellerchen“ trifft ziemlich genau zu, denn die Portionen sind sehr übersichtlich. Vom Geschmack her sind Falafel und Taboulé auf einem soliden Niveau.

Im Hauptgang folgt „Farrouge Ksara“, ein gegrilltes Hähnchen in Zitronen-Knoblauch-Soße (15,50 Euro) und gegrilltes Kalbsfilet am Spieß (16,50 Euro). Optisch sind die Gerichte genauso unscheinbar wie das Restaurant selbst. Den Hügel Reis mit einer undefinierbaren Soße und einen ziemlich belanglos angemachten Eisbergsalat hätten wir uns nicht unbedingt als Beilage gewünscht.

Das Kalb ist dafür sehr zart und hat eine schöne Rauchnote vom Grill. Das Hähnchen ist dagegen einfach nur trocken und die angekündigte Soße auch nach langer Suche nicht auf dem Teller zu finden. Ein Schluck Wein hebt die Laune, macht das Gericht aber leider nicht besser.

Den Abschluss bildet „Kaschta“, eine libanesische Pannacotta, die laut Karte mit Orangenblütenwasser abgerundet wird (3 Euro) und der bekannte Süßspeisenklassiker Baklava (4 Euro).

Die Präsentation beider Desserts ist unspektakulär, aber angesichts des Preises darf man hier ja auch nicht allzu viel erwarten. Es ist ein süßer Abschluss – mit einer starken Betonung auf „süß“.

Haimhauserstr. 7, Telefon 330 882 97, geöffnet täglich von 18 bis 24 Uhr, www.ksara.de

 

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