Gaffer-Alarm nach Zugunglück Makaber! Dieses Selfie empört ganz Italien

Italien ist wütend! Der Grund: Dieses Foto. Foto: Georgio Lambri/Ansa/Liberta di Piacenza

Es ist ein Foto, das für Kopfschütteln sorgt: Ein junger Mann macht an einem Bahnhof in Norditalien ein Selfie - im Hintergrund kämpfen mehrere Ersthelfer um das Leben einer schwer verletzten Frau.

Piacenza - Am 26. Mai 2018 kommt es am Bahnhof in Piacenza zu einem schweren Unglück: Eine Frau wird von einem Zug erfasst und dabei schwer verletzt. Die Ärzte müssen der Frau später ein Bein amputieren, doch sie überlebt.

All das ist in den ernsten Minuten nach dem Zugunglück noch nicht klar. Ersthelfer kämpfen neben den Gleisen verzweifelt um das Leben der Frau - dann kommt es zu einer unglaublichen Szene.

Ein junger Mann, ganz in weiß gekleidet, zückt sein Handy und macht ein Selfie mit der Unfallstelle im Hintergrund - dabei zeigt er auch noch das "Peace"-Zeichen!

"Sinn für Moral verloren"

Ein Journalist, der ebenfalls zu dieser Zeit vor Ort ist, fängt die bizarre Situation ein und veröffentlicht das Foto anschließend auf Facebook. Zu dem Foto schreibt er: "Ich erzähle euch heute von diesem Foto, das ich gemacht habe. Es könnte den Titel ‘Houston, wir haben ein Problem’ tragen. Damit will ich sagen: 'Wir haben unseren Sinn für Moral verloren.'”

Nachdem die italienische Tageszeitung "Libertá" das Foto am Sonntag veröffentlichte, zeigt sich ganz Italien schockiert und zutiefst empört.

Besonders prekär: Der junge Mann, der das Unfall-Selfie schoss, erwartet höchstwahrscheinlich keinerlei Strafe. Laut "Corriere della Serra" wurden jedoch noch vor Ort seine Personalien aufgenommen und er von der Polizei angehalten, das Foto umgehend zu löschen.

 

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