Gabriele Pauli Neue Runde im Streit um Fotos von Pauli in Latex-Handschuhen

Der juristische Streit um Fotos der ehemaligen Fürther Landrätin Gabriele Pauli in Latex-Handschuhen geht Dienstag in eine neue Runde.

 

München – Das Oberlandesgericht München verhandelt zunächst in zweiter Instanz über einen Onlinebeitrag von „Bild.de“, in dem die Politikerin unter anderem als „durchgeknallte Frau“ bezeichnet wurde. Das Landgericht hatte darin eine unzulässige Schmähkritik gesehen (Az.: 8 O 5139/11). Zudem sei die Bezeichnung „Domina-Posen“ objektiv nicht zutreffend gewesen. Jedoch wies das Gericht Paulis Forderung nach eine Entschädigung von 5000 Euro zurück. Beide Seiten legten dagegen Rechtsmittel ein.

Eine Stunde später geht es dann – ebenfalls in zweiter Instanz - darum, ob jene Latex-Fotos von 2007 heute noch gezeigt werden dürfen. Der Bayerische Rundfunk hatte die Bilder, die damals für das Gesellschaftsmagazin „Park Avenue“ aufgenommen worden waren und mit denen die damalige CSU-Politikerin nicht nur in der eigenen Partei für Aufsehen gesorgt hatte, in seinem Politikmagazin „Kontrovers“ gezeigt (Az.: 9 O 29610/11). Das Landgericht hatte die Klage der heute fraktionslosen Landtagsabgeordneten gegen den BR abgewiesen.

Sie müsse die Veröffentlichung weiter dulden, da die Bilder zur Zeitgeschichte gehörten. Auch gegen dieses Urteil wehrt sich Pauli. Pauli wurde 2006 bundesweit bekannt, weil sie zum Sturz des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) beitrug. Stoiber erklärte Anfang 2007 seinen Rücktritt.

 

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