Für mehr Produktivität Schwedische Firma gibt Angestellten Masturbations-Urlaub

Angestellte der Firma in England bekommen vier Tage frei - zum Masturbieren und Testen der hauseigenen Produkte. Foto: imago/Westend61

Die schwedische Firma "Lelo" gestattet ihren Angestellten in England vier Tage Sonderurlaub - zum Masturbieren. Was steckt dahinter?

 

Die Sache mit Sonderurlaub ist in vielen Betrieben eine schwierige Sache. Nachdem er beantragt ist, muss erstmal geprüft werden, ob es einen notwendigen Grund für einen oder mehr freie Tage gibt. In Deutschland werden die meisten Anträge auf Sonderurlaub aufgrund der eigenen Hochzeit, der Geburt des Kindes oder einem Todesfall in der Familie genehmigt.

"Self-Love-Day": Sonderurlaub für Masturbation

Ein Angestellter, der einen außerplanmäßigen freien Tag haben möchte um ausgiebig zu masturbieren, würde in Deutschland vermutlich den Vogel gezeigt bekommen. In England können aber die Mitarbeiter von "Lelo" genau aus diesem Grund Sonderurlaub beantragen - und bekommen ihn genehmigt. Dieser freie Tag heißt dann "Self-Love-Day". Klingt nach absolutem Quatsch, hat aber tatsächlich einen wirtschaftlichen Hintergrund.

Die Firma "Lelo" mit Hauptsitz in Schweden ist ein Hersteller von Sexspielzeug. Da ist es naheliegend, dass die Mitarbeiter das hergestellte Produkt gleich mal ausprobieren sollen. "Lelo" ist außerdem davon überzeugt, dass sich durch regelmäßige Orgasmen die Produktivität steigern lässt.

Höhere Produktivität durch mehr Orgasmen?

Ein ganzer Tag voller Sex, ob mit sich selbst oder mit einem Partner, soll die Mitarbeiter glücklicher machen und den Arbeitsstress reduzieren. Rosanna Spero, Autorin von "The Economy of Orgasms report" sagte gegenüber der "Daily Mail": "Es war faszinierend, die Verbindung zwischen Produktivität und Glück zu erforschen und diese dann mit den Auswirkungen eines Orgasmus auf Körper und Gehirn zu verknüpfen."

Laut ihrer Studie könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dank regelmäßiger Orgasmen um bis zu 90 Milliarden Pfund steigen.

Diesen Effekt will "Lelo" für sich nutzen und hat deshalb eine Testphase in ihren englischen Niederlassungen veranlasst. Die Sprecherin von "Lelo UK" sagte der "Daily Mail": "Wir wissen, dass das sexuelle Wohlbefinden genauso wichtig ist wie der Ausgleich von körperlicher und geistiger Gesundheit. Vor diesem Hintergrund dachten wir, es wäre interessant zu erfahren, wie sich dies tatsächlich auf den Alltag der Menschen auswirkt und zu untersuchen, welche Vorteile sich daraus ergeben könnten, dass die Menschen in Großbritannien mehr Möglichkeiten haben, ihre Körper regelmäßig zu erkunden."

Dass der Masturbationsurlaub gerade für Männer gesund sein kann, hat eine Harvard-Studie bestätigt (AZ berichtete). Demnach kann regelmäßiges Ejakulieren das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken erheblich senken.

Trotzdem: Dass diese Form des Sonderurlaubs von anderen Firmen übernommen wird, ist einigermaßen fraglich.

 

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