Für die sieben Sinne So wird das Gärtnerplatzfest 2016

Das Fest am Gärtnerplatz zieht jedes Jahr Tausende Besucher an. Foto: Christian POGO Zach

Am Wochenende feiert sich der Gärtnerplatz mit viel Musik und einem Open Air.

 

München - Die Aufgabe der Kultur ist es, die Menschen auf dem Platz zu verbinden, sagte Josef E. Köpplinger, der Intendant des Gärtnerplatztheaters. Was vor 25 Jahren als Gärtnerplatzfest begann, wird am kommenden Samstag und Sonntag zum zehnten Mal als zweitägige, mittlerweile jährlich stattfindende Open-Air- Veranstaltung ausgetragen. Der Eintritt ist frei.

Das Programm ist auch dieses Jahr vielfältig. Am Samstag treten ab 16 Uhr „Salei auf KULTour“, das japanische Trommelensemble Kokuryu Daiko und die Prager Big Band „Kentonmania“ auf. Am Sonntag wird bereits um 11 Uhr mit der Aktion „Frühschoppen“ vor dem Hotel Deutsche Eiche begonnen. Um 15.30 Uhr wird öffentlich für das Konzert des Staatstheaters am Gärtnerplatz geprobt.

Das Konzert selbst beginnt um 19.30 Uhr. Es bietet einen großen Querschnitt durch die Genres Oper, Operette und Musical. Die musikalische Leitung liegt beim Chefdirigenten Marco Comin und den beiden Kapellmeister Michael Brandstätter und Andreas Kowalewitz. Beteiligt sind 19 Solisten, der Chor, der Kinderchor und das Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Das Konzert beginnt mit der Ouvertüre zur Gioachino Rossinis Oper „La gazza ladra“. Außerdem gibt es Arien von Mozart, Adolphe Adam, Lortzing, Bellini. Nach der Pause erklingen Werke von Richard Rodgers, Leonard Bernstein, Franz Lehár und Cole Porter. Zum ersten Mal beim Gärtnerplatz Open Air soll die Musik nicht nur als akustisches, sondern auch als optisches Erlebnis geboten werden. Einige Konzerte des Wochenendes werden parallel durch eine Videoinstallation, die „Vjing-Performance“ genannt wird, begleitet. Dafür verantwortlich ist das Team der elektronischen Bild- und Klangforschung der Kunstpädagogik der LMU unter der Leitung von Jana Gleitsmann.

An der Vorbereitung und Durchführung beteiligen sich 40 Studierende des Departements Kunstwissenschaften der Ludwig-Maximilians-Universität. Seminarleiterin Dana Pflüger sprach bei der Pressekonferenz am Dienstag über die Aufgaben der Studenten. Neben der Pressearbeit sowie der Dokumentation und Disposition des Konzertes gestalteten sie das Programmheft und organisierten den Schaufensterwettbewerb „Gärtnerplatz AIRleben“, an dem sich 19 Geschäfte rund um den Gärtnerplatz beteiligen. Zudem wird der Workshop „eTextile“ angeboten, in dem interaktive, leuchtende Kulturbeutel erstellt werden.

Eine weitere Kooperation ist die Ausstellung „Senseven“, in der Studenten des Studienganges Kunst und Multimedia vom 15. bis 17. Juli im Studio II des Muffatwerks ihre Abschlussarbeiten präsentieren. Diese werden dargestellt als Vernetzung aller Sinne im siebten Sinn, dem „Senseven“, der auch der Ausstellung den Namen gab. Der Student Lukas Ponikowski betonte, dass beide Seiten, die Studierenden und das Gärtnerplatztheater, von der Kooperation profitieren.

Der Gärtnerplatz-Intendant Josef E. Köpplinger wird das Konzert seines Ensembles am Sonntag moderieren. Dass gleichzeitig „Klassik am Odeonsplatz“ stattfindet, stört ihn nicht: „Bei uns ist der Eintritt frei.“ Im Juli sei sehr viel los. Da seien parallele Veranstaltungen nicht zu vermeiden. Aber München sei schließlich groß genug für mehrere Open Airs.

Köpplinger erwartet zahlreiche Besucher. Auf Facebook zeigten sich immerhin über 20 000 Menschen am Gärtnerplatz Open Air interessiert. Der Veranstaltungsorganisator Albert Ginthör rät früh zu kommen, um sich für das Konzert die besten Plätze zu reservieren.


Sa. 16 Uhr, So. 14 Uhr, Gärtnerplatz, Eintritt frei, www.gärtnerplatztheater.de

 

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