Für 395 Millionen Euro Bogenhausen: Klinikum wird komplett renoviert

Hier der Entwurf für den großen Krankenhaus-Anbau. Die Fassade ist noch variabel. Foto: Visualisierung: LUDES Architekten - Ingenieure GmbH

Das Krankenhaus erhält einen Erweiterungsbau und eine zweite Zufahrt. Das Gebäude von 1983 wird komplett renoviert.

Bogenhausen - Die Investition ist gigantisch: 395 Millionen Euro steckt das Städtische Klinikum München mit der Stadt und dem Freistaat jetzt in das Klinikum Bogenhausen: Das Krankenhaus bekommt einen großen Erweiterungs-Bau – und das Klinikum von 1983 wird komplett modernisiert.

Am Montag haben Arbeiter begonnen, um das Baufeld im Osten der Klinik für den Neubau mit 24 000 Quadratmeter Grundfläche freizumachen. Zunächst sind Erdarbeiten dran.

Damit der Rettungshubschrauber – auch während der Bauzeit – uneingeschränkt Notfälle fliegen kann, müssen jetzt im Februar die ersten Bäume gerodet werden. Um den Eingriff in das Grün so gering wie möglich zu halten, werden zehn große Eiben und Hainbuchen gerettet. Diese Bäume können an eine andere Stelle des Klinik-Gartens verpflanzt werden.

Patienten bekommen Bau-Lärm mit

In dem nötigen und funktionalen Neubau, der auf der Ostseite neben der modernen Hochleistungsklinik ab 2019 hochgezogen wird, soll der erweiterte OP-Trakt hinein – sowie die vergrößerte Intensivstation mit Beatmungsstation.

Für die Patienten wird es schon etwas lauter werden. Denn: Parallel zum Neubau gibt es Umbauarbeiten in dem Klinikgebäude mit mehr als 900 Betten. Sobald der Erweiterungsbau steht, wird das bereits bestehende Krankenhaus-Gebäude an der Englschalkinger Straße 77 komplett renoviert. Auch die Verkehrsanbindung wird optimiert: Das Klinikum Bogenhausen erhält eine zweite Zufahrt von der Englschalkinger Straße her. Über diese kann in Zukunft der Lieferverkehr ankommen und nach Westen wieder abfahren.

"Das wird zu einer Entspannung und Entzerrung der Verkehrssituation führen", heißt es aus der Pressestelle des Klinikums Bogenhausen. Denn: Rettungswagen können in Zukunft über die alte Zufahrt hereinfahren, aber über die neue herausfahren.

Mitarbeiterparkplatz wird kleiner

Der Wermutstropfen dabei: Für die neue Zufahrt werden einige Mitarbeiterparkplätze abgezwackt. Die Parkplätze für die Besucher bleiben dagegen ganz erhalten.

Eine positive Veränderung, vor allem für nahe Anwohner: Der Hubschrauberlandeplatz wird auf das Dach des Erweiterungsbaus verlegt. Damit ist er etwas weiter weg von umliegenden Wohnungen.

Die Verlegung bringt Vorteile: Für die Patienten bedeutet der neue Landeplatz einen schnelleren Zugang zum OP, beispielsweise nach einem schweren Autounfall. Direkte Anwohner der Klinik hoffen auf weniger laut dröhnende Rotoren.

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