Frühbucher-Rabatte Frühbucher sind im Vorteil

Frühbucher können bei den Reise-Buchungen mit Rabatten rechnen. Für wen sich diese Vergünstigungen lohnen und wer lieber später bucht.

 

München - Der frühe Vogel fängt den Wurm. Und die Frühbucher (meist) die günstigen Reisen. Jetzt ist die Zeit, in der viele Arbeitgeber den Jahresurlaub einreichen müssen. Da passt es doch, auch gleich den Sommerurlaub zu buchen. Denn wer schnell ist, hat die größte Auswahl und kann auf die größten Ersparnisse hoffen. Die AZ zeigt, was Sie bei Ihrer Reisebuchung beachten sollten.

Was ist der Frühbucher-Rabatt? Den sogenannten Frühbucher-Rabatt gibt es schon lange. „Seit vier, fünf Jahren kommt dieser Trend aber auch bei den Verbrauchern an“, sagt Torsten Schäfer, Sprecher des Deutschen Reise Verbands e.V. (DRV). Reiseveranstalter „belohnen“ damit Kunden, die sich lange vor der Urlaubssaison für Flug, Destination und Hotel entscheiden mit Vergünstigungen. Zwischen Dezember und März buchen deshalb die meisten Deutschen ihren Sommerurlaub. Für die Veranstalter lohnt sich das System des Frühbuchens, denn das gibt ihnen Planungssicherheit für das Jahr.

Wie viel und was gibt es beim Frühbucher-Rabatt? Generell gilt: Je früher gebucht wird, desto größer können die Ersparnisse beim größten Angebot sein. Die meisten Reiseveranstalter haben Frühbucher-Rabatte, wenn auch in ganz unterschiedlichen Formen. Zwischen 10 und 40 Prozent kann der Kunde im Vergleich zum Normalpreis im Katalog sparen. Die Veranstalter unterscheiden oft zwischen verschiedenen Frühbucher-Phasen – und danach richten sich die Rabatte. Bei Thomas Cook zum Beispiel kann der Kunde bis zum 28. Februar Geld sparen, bei Tui ebenfalls. Bei einigen Veranstaltern endet die Frühbucher-Saison aber auch schon Ende Januar, bei anderen kann man auch im April noch etwas sparen.

Im Angebot sind auch sogenannte rollierende Frühbucher-Rabatte. Hier gibt es keinen Stichtag, sondern Frühbucher sind diejenigen, die ihre Reise mehr als 60 Tage vor Antritt buchen. Es gibt verschiedene Vergünstigungsmodelle, je nach Angebot und Veranstalter. Die einen schicken die Kunden 14 Tage in Urlaub – bezahlen müssen sie aber nur für zehn. Andere bieten gemeinsam mit dem Hotel Vollpension an, bezahlt wird aber nur Halbpension. Bei anderen gibt es Kinderfestpreise. Günstiger wird eine Reise zum Beispiel auch, wenn man andere Rabatte wie Sparzimmer mit dem Frühbucher-Abschlag kombiniert. Sparpotenzial gibt es auch am Flughafen: Wenn im Nachbarbundesland keine Ferien sind, kann der günstigere Flugpreis die Reisekasse schonen.

Für wen lohnt sich der Frühbucher-Rabatt? Besonders beliebt sind die Frühbucher-Rabatte bei Familien mit Kindern, die an Schulferien gebunden sind. Oder auch Arbeitnehmer, bei denen die Betriebsferien die Reiseplanung beeinflussen. Wegen des Preisvorteils gehören auch Kunden mit beschränktem Urlaubsbudget zu den Frühbuchern. Besonders für Pauschal-Urlauber, die in den klassischen Urlaubsländern Ferien machen, haben die Reiseveranstalter Rabatte und Extraleistungen.

Auf was muss man beim Frühbucher-Rabatt achten? Die Experten geben den Tipp, die Angebote immer sorgfältig zu prüfen. Das Preis-Leistungsverhältnis sollte stimmen. Prüfen Sie, ob die gebuchte Reise den Transfer vom Flughafen zum Hotel beinhaltet. Taxikosten könnten sonst sehr teuer werden. Achten Sie zum Beispiel auch darauf, ob die Zimmerkategorie oder die Verpflegung ihren Wünschen entspricht. Vergleichen Sie die günstige Frühbucher-Reise mit dem gleichen Angebot bei anderen Veranstaltern – vielleicht gibt es dort noch mehr Rabatte. Verbraucherschützer empfehlen Frühbuchern auch, in vielen Fällen eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.

Zu beachten ist auch: Wer seine Pauschalreise vier Monate vor Antritt bucht, der muss unter Umständen noch mit Preisverschiebungen rechnen. Erhöhen sich zum Beispiel die Kerosinpreise, die Flughafengebühr oder andere Steuern, kann der Veranstalter das auf den Kunden umlegen. „Das kommt aber sehr selten vor, da der bürokratische Aufwand oft viel zu groß ist“, sagt Schäfer. Doch bei einer Erhöhung von mehr als fünf Prozent können Sie kostenlos von der Reise zurücktreten. Gut zu wissen: Bei Pauschalreisen dürfen die Flugzeiten nicht einfach so geändert werden.

Was ist günstiger: Frühbucher oder Last-Minute? Bei Spontanbuchungen sind im Schnitt Rabatte von bis zu zehn Prozent drin. Doch eine Garantie gibt es nicht. „Last-Minute-Angebote müssen nicht unbedingt günstiger sein als der Normalpreis“, so Schäfer. „Manchmal sind sie sogar teurer, weil die Veranstalter noch Flugkontingente oder Hotelkontingente dazukaufen.“

Für wen ist Last-Minute geeignet? Viele wissen noch nicht, wann sie in diesem Jahr Urlaub haben, andere wollen sich so früh noch nicht festlegen und flexibel bleiben. Auch wenn immer mehr Deutsche Frühbucher sind – Last Minute wird ebenso immer beliebter. Dagegen buchen zwei oder drei Monate vor Urlaubsbeginn derzeit die wenigsten. Schäfer: „Last-Minute-Buchungen sind spontane Entscheidungen.“ 2013 hat jeder Fünfte laut „lastminute.de“ ein Hotel, einen Flug oder eine komplette Reise spontan gebucht. Vor allem die Altersklasse zwischen 30 und 39 Jahren und die mit einem Einkommen von über 3000 Euro entscheiden sich kurzfristig, ob und wohin es in den Urlaub geht. Auch in diesem Jahr haben laut der Umfrage 30 Prozent vor, dies spontan zu handhaben.

Was muss ich bei Last-Minute beachten? Klar ist – bei Last-Minute hat man nicht mehr die große Auswahl, man muss nehmen, was es gibt. Wer sich in letzter Minute für eine Fernreise entscheidet, der sollte darauf achten, dass er alle wichtigen Dokumente beisammen hat. Für manche Länder werden Visa verlangt oder Impfungen sind nötig. Wer hier zu spontan bucht, hat spätestens am Flughafen den Schaden.

 

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