Freizeitsport Der Ski-Führerschein für Kinder

Dieser Schwung sieht nach bestandener Prüfung aus: Der Pistenführerschein soll die Sicherheit erhöhen. Foto: DSLV

MÜNCHEN - Seit dieser Saison können Kinder bei deutschen Skischulen den „Pistenführerschein“ machen. Außerdem auf dieser Seite: Wo Skipässe für die Kleinen besonders günstig sind.

 

Wenn der Papa auf dem Heimweg beim Après-Ski im Tegernseer Bräustüberl zu tief in den Maßkrug schaut und deshalb – zu Recht – den Schein verliert, dann wird er sich von seinem Junior was anhören müssen: „Ich habe den meinen noch!“, wird der Filius krähen und mit dem Lappen vor dem geröteten Gesicht des Vaters wedeln. Nun gut, es handelt sich zwar um keine Autofahr-Berechtigung, welche der Junior da triumphierend schwenkt, sondern um einen „Pistenführerschein“ – aber Führerschein ist Führerschein. Und welches Kind wäre nicht glücklich, ein Dokument dieses Namens zu besitzen.

Den Schein gibt es in drei verschiedenen Kategorien

Der Pistenführerschein ist die Neuheit dieser Saison! Es gibt ihn in blau, rot und schwarz. Und welches Ski- oder Snowboard-Kind jetzt ausruft „Wie die Farben der Pisten!“ – hat es kapiert: Die Anforderungen, die bei der Prüfung gestellt werden, richten sich in etwa nach dem Können, das die Minis aufweisen sollten. Die offiziell „kids on snow-Pistenführerschein“ genannte Beglaubigung kann bei allen deutschen Skischulen mit kids-on-snow-Lizenz in Angriff genommen werden. Welche dies sind, ist der Website des Deutschen Skilehrerverbandes DSLV zu entnehmen: www.skilehrerverband.de oder www.kidsonsnow.de. Unterricht und Prüfung kosten mancherorts zehn Euro, anderenorts nichts.

„Ziel ist es, die Sensibilität und die Kompetenz der Kinder zum Thema Sicherheit auf den Pisten zu erhöhen“, sagt Norbert Haslach, Vorstand der Organisation „Schneesportschulen in Deutschland“. Auf dass ja keine wilden Pistenschweinchen aus ihnen werden. Die später dann zu dem mutieren, was im Jargon seit jeher die „Pistensau“ genannt wird. Keine gravierenden Neuheiten gibt es auf dem Sektor „Kinder-Ski“ zu vermelden. Dafür jedoch drei Hits für den Geldbeutel der Eltern:

Kids-Hit 1: Samstags für zehn Euro

Bei den Skistationen Saalbach-Hinterglemm Leogang, Kitzsteinhorn-Kaprun und Schmitten in Zell am See kostet der Tagesskipass für 6- bis 19-Jährige samstags lediglich 10 Euro. Man will sich im Salzburger Land schließlich die Kundschaft der Zukunft sichern – für welche in diesem Jahr 41,6 Millionen Euro in Bahnen, Beschneiungsanlagen, Rolltreppen und Parkplätze investiert wurde. Die Idee mit den Kids- und Zehner-Skipässen stammt im übrigen von einem Zehn-Meister – tatsächlich mit „h“. Denn der neue Werbeslogan der Region basiert auf einer „Power of Ze(h)n“. Infos: www.powerofzehn.at

Kids-Hit 2: Ganze Saison für zehn Euro

Auch in St. Anton am Arlberg macht man sich um den Ski-Nachwuchs verdient und offeriert einen Skipass namens „Schneemannkarte“ für Kinder bis acht Jahre (Jahrgang 2003 und jünger). Mit von der Partie auf den Hängen beziehungsweise in den Märchenwiesen oder Geländegärten: Hase Hoppl und Maskottchen Kiki – die auch beim Kinder-Après-Ski für Spaß und Vergnügen sorgen. Tourismusdirektor Martin Ebster, selbst Vater zweier Kinder: „Auch wenn unser Skigebiet als anspruchsvoll gilt, sind wir dennoch ein Urlaubs-Ort für die gesamte Familie mit ausgewiesenen Skihängen, die extra für die kleinen Pisten-Mäuse reserviert sind.“ Infos: www.stantonamarlberg.com

Kids-Hit 3: Mitwachsende Skischuhe und -bekleidung

Natürlich ist dies keine Neuheit – mitwachsende Produkte gibt es schon lange. Innerhalb des Wintersportbereiches am berühmtesten ist das Beispiel des Skischuhmodells Idea, das gleich sechs Größen lang reicht (ab 95,50 Euro unter www.roces.com). Seit Jahren bereits offerieren verschiedenste Hersteller mittels Kordelregulierungen in Ärmeln und Hosenbeinen, Krempelmöglichkeiten und flexiblen Bündchen den Eltern durchaus respektable Hilfen (Salewa-Slogan: „Win 2 sizes, win 2 years“). Doch tatsächlich neu ist das, was maier sports in dieser Saison anbietet: Die erste Kinder-Skihose, die es sowohl in „Regular Fit“- als auch in einer „Slim Fit“-Version für schmale Kids gibt. Sowohl die Länge als auch die Weite ist beim mitwachsenden Modell „Maxi“ (99,95 Euro) variabel. Details unter www.maier-sports.com

Übrigens: Mehr Infos über sicheres Fahren und Sturzhelme für Kinder (aber natürlich auch für Erwachsene!) erhalten Sie auf der AZ-Skiseite am nächsten Freitag, 17. Dezember. Auf keinen Fall versäumen!

Jupp Suttner

 

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