Nach Öffentlichkeitsfahndung Auf Schwiegermutter eingestochen: Frau stellt sich

, aktualisiert am 22.06.2017 - 13:54 Uhr
Die Verdächtige stellte sich am Donnerstag der Polizei. Foto: Polizei Oberbayern Süd/dpa/AZ

Am Mittwoch ist es in Penzberg zu einem Familienstreit gekommen, bei dem eine 73-jährige Frau durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde. Einen Tag später stellte sich die verdächtige Schwiegertochter bei der Polizei.

 

Penzberg - Mit einem Hubschrauber und etlichen Einsatzkräften fahndete die Polizei seit dem frühen Mittwochabend in Penzberg (Lkr. Weilheim-Schongau) nach einer 45-jährigen Frau. Sie steht in Verdacht, ihre 73 Jahre alte Schwiegermutter durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt zu haben. Zunächst hielt sich die Polizei äußerst bedeckt, sprach lediglich von einer "Auseinandersetzung im häuslichen Umfeld".

Festnahme einen Tag nach der Tat

Zwischenzeitlich hatten die Ermittler jedoch ein Foto sowie den vollständigen Namen der Verdächtigen veröffentlicht. Der Druck durch die Öffentlichkeitsfahndung ist der Frau vermutlich zu groß geworden – wie die Polizei berichtet, stellte sie sich am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit ihrem Rechtsanwalt bei der Polizei. Die Beamten nahmen sie daraufhin vorläufig fest. Am Folgetage wurde Haftbefehl gegen die Frau erlassen.

Die Kriminalpolizei Weilheim hat die Ermittlungen unter Führung der Staatsanwaltschaft München II übernommen. Die Hintergründe der Tat, wie beispielsweise das Motiv, sind weiter unklar und Gegenstand der Ermittlungen.

 

0 Kommentare