Franz Xaver Kroetz-Interview Noch ein Baby? „Wenn’s unbedingt sein muss“

Das komplette Interview lesen Sie am Dienstag exklusiv in der Printausgabe der Abendzeitung. Darin spricht Kroetz unter anderem auch über seine Beziehung zur Münchner Architektin Juliane Grund, über alte Männer und junge Frauen, Hochzeit, Kinder und Klopapier. Foto: ddp/dpa/az

Der Mann, der Baby Schimmerlos war, ist jetzt 66, hat fünf Kinder und eine jüngere Partnerin. Im AZ-Interview spricht Franz Xaver Kroetz über seinen Alltag – ein Auszug.

Der Mann, der als grantelnder Klatschreporter Baby Schimmerlos in der 80er-Kult-Serie „Kir Royal“ berühmt geworden ist, hat sich ziemlich rar gemacht. Der Regisseur und Schriftsteller Franz Xaver Kroetz (66) ist nur noch selten als Schauspieler zu sehen. Seine Rolle als schrulliger Sonderling im ZDF-Film „Die Tote im Moorwald“ (12.November, 20.15Uhr) ist da eine Ausnahme. Warum das so ist? Die AZ hat mit Kroetz darüber geredet.

AZ: Herr Kroetz, könnten Sie es sich vorstellen, wieder mehr zu drehen?

FRANZ XAVER KROETZ: Eher weniger! Ich habe diesen ZDF-Film Mitte November bis Anfang Dezember 2010 gemacht und seither nichts mehr gedreht. Ich habe 2011 nicht gedreht, und so wie es aussieht, werde ich auch 2012 nicht mehr drehen. Ich würde generell schon gerne einen Film pro Jahr machen.

Aber?

Es müsste die richtige Rolle sein. Eine, von der ich überzeugt bin. Aber das kommt nicht so oft vor. Es gibt eine ganze Menge ältere Schauspieler, da braucht man nicht unbedingt mich. Oft sind es Rollen, wo ich sage: „Das soll ein Kollege machen, der Geld braucht.“ Und viele Kollegen brauchen Geld. Oder es sollen diejenigen machen, die Workaholics sind. Die schon Depressionen bekommen, wenn sie in ihren Terminkalender schauen und sehen, dass sie in den nächsten 14 Tagen einen freien Nachmittag haben. Ich habe glücklicherweise genug Geld. Und ich habe auch noch etwas anderes zu tun.

Woran arbeiten Sie derzeit?

Ich habe 2004 damit aufgehört, Theaterstücke zu schreiben. Irgendjemand schrieb dann sofort: „Er schreibt nicht mehr.“ Das ist so nicht richtig. Ich schreibe nur keine Theaterstücke mehr. Ich habe 60 Theaterstücke geschrieben, aber es hat mich dann nicht mehr angemacht. Aber ich habe natürlich weiterhin geschrieben und mich auch unterschiedlichen literarischen Formen gewidmet: der Kurzgeschichte, der Biografie, dem Drehbuch. Ich habe in den letzten zehn Jahren konsequent ein irrsinniges Tagebuchwerk verfasst. Es ist aber zu privat, um veröffentlicht zu werden.

Das komplette Interview lesen Sie am Dienstag exklusiv in der Printausgabe der Abendzeitung. Darin spricht Kroetz unter anderem auch über seine Beziehung zur Münchner Architektin Juliane Grund, über alte Männer und junge Frauen, Hochzeit, Kinder und Klopapier.

 

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