Frankreich Staatspräsident Hollande: Auf dem Moped zur Geliebten?

Betrügt Frankreichs Präsident Francois Hollande seine Lebensgefährtin Valérie Trierweiler (r.) mit der französischen Schauspielerin Julie Gayet? Foto: dpa/az

Ein französisches Klatschblatt berichtet über eine angebliche Affäre des Staatspräsidenten Francois Hollande. Schauspielerin Julie Gayet soll das Objekt der Begierde sein.

 

Paris - Während andere Politiker sich in gepanzerten Limousinen chauffieren lassen, bevorzugt Frankreichs Präsident Francois Hollande (59) zwei Räder: Nachts schwingt er sich auf sein Moped und braust durch die Straßen von Paris, begleitet von einem Leibwächter. Für die Sicherheitsorgane sind diese nächtlichen Ausflüge der nackte Horror. Wie gefährlich Hollandes Mopedfahrten tatsächlich sind, erlebt der französische Staatspräsident gerade am eigenen Leib.

Reporter der französischen Ausgabe des Klatschmagazins "Closer" wollen den Staatschef beobachtet haben, wie er auf seinem Moped zu einer heimlichen Liebesaffäre bretterte. Sein Leibwächter habe dem Paar am nächsten Morgen angeblich sogar frische Croissants gebracht.

Schon hat Paris einen Skandal, der genüsslich kolportiert wird: Staatspräsident rast mit Moped zur Geliebten - besser geht's kaum. Die Dame soll die feenhafte Schauspielerin Julie Gayet (41) sein. Die verheiratete Mutter von zwei Kindern ist derzeit im Kinofilm "Les âmes de papier" zu sehen und wirkte 2012 in einem Werbespot bei der Wahlkampagne für den Sozialisten Hollande mit. Julie Gayet lobte darin den Präsidentschaftskandidaten als "bescheiden" und "guten Zuhörer".

Bereits im vergangenen März machten in Paris Gerüchte um eine heimliche Liaison zwischen dem Präsidenten und der Schauspielerin die Runde. Gayet klagte dagegen. Überrumpelt von den Folgen seiner nächtlichen Moped-Ausflüge will Hollande jetzt Medienberichten zufolge rechtliche Schritte gegen das Magazin überprüfen. Der 59-Jährige beklagt "zutiefst die Verletzung der Achtung vor dem Privatleben", die ihm wie jedem anderen Bürger zustehe.

Der "Closer"-Bericht erregt auch in politischen Kreisen große Aufmerksamkeit. Laut "Handelsblatt" gab der sozialistische Abgeordnete Jérôme Guedj zu Protokoll, dass ein "Registerwechsel" zu erwarten sei, an dem sich der Pariser "Mikrokosmos" ergötzen werde. Und die konservative Abgeordnete Aurore Bergé glaubt, dass dem Präsidenten sicher die Frage gestellt werde, ob es mit Julie Gayet "ernst" sei.

Offenbar kennen die Franzosen ihren Hollande. Der Staatsmann mit dem biederen Äußerem hat einen Ruf als nonchalanter Filou weg: Nach 30 gemeinsamen Jahren hatte er die bekannte sozialistische Politikerin Ségolène Royal (60), Mutter seiner vier Kinder, im Jahr 2007 für die Journalistin Valérie Trierweiler (48) verlassen, nachdem er mit ihr schon seit zwei Jahren eine Affäre hatte. Royale soll ihre Rivalin persönlich angegiftet und deren Mann über das Verhältnis telefonisch informiert haben.

Liebesabenteuer amtierender Präsidenten sind in Frankreich keine Außergewöhnlichkeit. Francois Mitterrand pflegte jahrzehntelang eine außereheliche Beziehung zu der Schriftstellerin Anne Pingeot, aus der die Tochter Mazarine hervorging. Jacques Chirac wurden zahlreiche Affären nachgesagt. Und Hollandes konservativer Vorgänger Nicolas Sarkozy zelebrierte im Amt seine dramatische Trennung von Ehefrau Cécilia Ciganer-Albéniz und die neue Liebe zur schönen Sängerin Carla Bruni (46, "Little French Songs").

 

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