Foul an Sebastian Rode sorgt für Zündstoff Nach Brutalo-Foul: Völler giftet gegen Merk

Sebastian Rode krümmt sich nach dem Foul von Karim Bellarabi vor Schmerzen. Foto: RAUCHENSTEINER / Augenklick

Nach dem bösen Foul von Karim Bellarabi an Sebastian Rode gibt sich Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler völlig uneinsichtig. Er greift Ex-Schiedsrichter Markus Merk persönlich an.

 

München - Es ist eine rüde Attacke. Von schräg hinten senst Leverkusens Karim Bellarabi Bayerns Sebastian Rode um. Ein Aufschrei geht durch die Allianz Arena. Noch lauter wird es, als Schiedsrichter Knut Kircher Bellarabi für das Brutalo-Foul nur Gelb zeigt. Jeder im Stadion ist der Meinung, da hätte es Rot geben müssen.

Nur zwei Leute sind nicht der Meinung: Schiedsrichter Kircher und Rudi Völler. Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen gibt sich nach der 0:1-Niederlage beim FC Bayern bei Sky völlig uneinsichtig, giftet gegen Ex-Schiedsrichter Markus Merk: „Es war definitiv keine Rote Karte. Wenn Merk eins sagt, ist eins klar: Es ist immer das Gegenteil. Er war ein viel besserer Schiedsrichter als er ein Field-Reporter ist oder was er da macht. Mittlerweile sitzt er ja im Keller.“

Mit dieser Meinung steht Völler alleine da. Auch Rode, der Gefoulte, sagt nach der Partie: „Ich glaube ich hätte eine andere Farbe gezückt.“ Zumal eine Vorgeschichte zu der Attacke eine andere Interpretation zulässt. Ist es ein Revanche-Foul? Ein Frust-Foul? Rode hatte Bellarabi zuvor den Ball abgenommen, davor wiederum war Bellarabi nach einem Zusammenprall mit Rafinha minutenlang verletzt liegen geblieben, musste behandelt werden. Immerhin: „Ich habe mich zum Glück nicht verletzt“, sagt Rode und gibt sich dabei weitaus entspannter als der giftende Völler.

 

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