Formel 1 Rosberg-Nachfolge: Wehrlein "bereit für den Job"

Ist für die Saison 2017 noch ohne Cockpit: Pascal Wehrlein. Foto: dpa

Der deutsche Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein hat seine Bewerbung für das Mercedes-Cockpit des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg abgegeben.

 

London - Formel-1-Neuling Pascal Wehrlein wäre bereit für die Nachfolge von Weltmeister Nico Rosberg bei Mercedes.

"Eine Saison in der Formel 1 ist nicht viel, aber ich fühle mich bereit für den Job und selbstbewusst", sagte der 22-Jährige am Sonntagabend bei einer Gala des Fachmagazins "Autosport" in London.

Wehrlein verwies zudem auf seine Einheiten im Silberpfeil bei Reifentests für die kommende Saison. Der Worndorfer stammt aus dem Mercedes-Nachwuchsprogramm, 2016 absolvierte er seine Formel-1-Debütsaison bei Manor. Für die Saison 2017 ist er noch ohne Cockpit.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Rosberg suchen die Silberpfeile einen neuen Teamkollegen für Lewis Hamilton. Wehrlein weiß, dass die Konkurrenz groß ist: "Ich bin sicher, das Handy von Toto Wolff läuft seit Freitag heiß."

Niki Lauda verspürt keine große Lust, seine Enttäuschung zu verbergen. Der völlig unerwartete Rücktritt von Weltmeister Nico Rosberg hatte bei Mercedes ganz plötzlich eine gewaltige Lücke gerissen, und der Aufsichtsratsboss des Rennstalls ließ keinen Zweifel: Zeitpunkt und Umstände des Abschieds sorgen für Unmut.

Bei Mercedes fühlt man sich überrumpelt. "Wir haben noch nichts, keine Lösung", sagte der dreimalige Weltmeister in einem Interview mit der Welt am Sonntag, "wir stehen voll im Regen ebenso wie unsere 1200 Mitarbeiter, für die wir verantwortlich sind."

Vettel verweist auf Ferrari-Kontrakt

Lauda respektiert Rosbergs Rückzug ins Privatleben, dessen "einsamen Entschluss", dennoch: Keine vier Monate vor der neuen Saison mit den umfangreichen Regeländerungen müssen die Dominatoren der vergangenen Jahre plötzlich ihre Planungen umschmeißen. Und Bewerbungen einholen.

Toto Wolff stellte bereits klar: "Es gibt ein paar Kandidaten, die eindeutig nicht verfügbar sind: Max Verstappen und Daniel Ricciardo von Red Bull, Sebastian Vettel von Ferrari. Alle anderen müssen wir analysieren." Vettel selbst betonte am Sonntag: "Es ist allgemein bekannt, dass ich bei Ferrari für 2017 einen Vertrag besitze."

 

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