Formel 1-Affäre Ex-BayernLB-Chef: Gribkowsky „unheimlich engagiert“

Jetzt hat der ehemalige BayernLB-Chef Schmidt als Zeuge ausgesagt. Gribkowsky habe sich unheimlich engagiert, die Anteile der BayernLB an der Formel-1-Rennserie zu veräußern

 

München – Im Prozess um die Formel 1-Affäre vor dem Landgericht München hat am Montag der ehemalige BayernLB-Chef Werner Schmidt als Zeuge ausgesagt. Er bescheinigte dem Angeklagten, dem ehemaligen Bankvorstand Gerhard Gribkowsky, einen „hohen Einsatz“ bei den Bemühungen, die Anteile der BayernLB an der Formel-1-Rennserie zu veräußern. „Er hat sich unheimlich engagiert, die Aufgabe hat ihm mehr abverlangt als eine übliche Vorstandstätigkeit“, sagte Schmidt. Eine Verlustminimierung beim Verkauf sei damals oberstes Ziel der Bank gewesen.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat Gribkowsky bei dem Verkauf 44 Millionen Dollar (31 Mio Euro) Bestechungsgeld vom Chef der Rennserie, Bernie Ecclestone, kassiert und der Bank einen massiven finanziellen Schaden eingebrockt. Seit Montag vergangener Woche muss sich der 53-Jährige deshalb wegen Untreue und Bestechlichkeit vor Gericht verantworten. Gribkowsky schwieg bislang zu den Vorwürfen.

 

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